BENCHMARKS – GEHäLTER

Mehr Geld für die untere Ebene

Ein Silberstreif am Horizont: Nach mehreren Jahren Stillstand legten die Grundgehälter bei den Berufsträgern ohne Führungsverantwortung zuletzt zu. Doch es sind vor allem die Zusatzzahlungen, die den Unterschied zwischen einem erfreulichen Einkommen und einem unbefriedigenden Salär ausmachen. Ein knappes Viertel der Berufsträger nimmt dank solcher Leistungen insgesamt 100.000 Euro und mehr mit nach Hause. Wer unter 70.000 Euro im Jahr verdient – und das sind immerhin gut 15 Prozent –, bekommt in aller Regel neben seinem Grundgehalt keine oder nur geringe Zusatzleistungen.

Während die Grundgehälter der Berufsträger ein klares Plus ausweisen, gehen die der General Counsel das erste Mal seit mehreren Jahren leicht zurück – und das trotz weiter steigender Verantwortung und wachsender Rechtsrisiken (siehe Schwerpunkt ab Seite 58). Zwar zeigt sich eine ähnliche Entwicklung auch bei internationalen Erhebungen, aber auf die JUVE-Ergebnisse dürfte sich auch ein leicht veränderter Teilnehmerkreis ausgewirkt haben: An der diesjährigen Umfrage nahmen im Vergleich zum Vorjahr verhältnismäßig weniger Unternehmen mit starken ausländischen Teams, also weniger Unternehmen mit einem ausländischen Headquarter, teil. Deutsche Chefjuristen werden von US-Unternehmen im Schnitt aber deutlich besser bezahlt als General Counsel von Unternehmen mit Hauptsitz in Deutschland.

Von den in Deutschland Befragten kommen jedenfalls nur etwa zwei Prozent auf ein Gesamteinkommen von mehr als einer Million Euro. Über 200.000 Euro liegt etwa ein Drittel der Befragten, im Vorjahr war es noch knapp die Hälfte. Acht Prozent der Befragten müssen sich mit einem fünfstelligen Jahresgehalt zufrieden geben. Auch hier der Grund: Sie erhalten keine oder nur sehr geringe Zusatzleistungen.

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