EDITORIAL 10/18

Süßes für alle

Lienemann_Eva

Eva Lienemann

Es ist leicht zu verstehen, warum wir bei der Umsatzrecherche viel an ­Bonbons und Kuchen denken mussten – und uns deshalb für ein Heft voller Zucker entschieden haben: Diät halten muss in diesen fetten Zeiten wirklich niemand, und wer viel arbeitet, hat sich eine Belohnung verdient. Schwer zu verstehen ist dagegen: Wie teilt man den Kuchen in einer Partnerschaft am besten auf? Der Frage nach dem passenden Vergütungssystem haben wir deshalb in diesem Jahr ein ganzes Umsatz-Heft gewidmet.

Denn wo es früher nur Lockstep versus Eat-what-you-kill hieß, gibt es heute viel mehr Optionen – vor allem vom reinen Lockstep haben sich mittlerweile viele verabschiedet (Aus der Zeit gefallen). Die Qual der Wahl haben Kanzleigründer. Schließlich müssen sie nicht mühsam ein gewachsenes ­System anpassen, sondern können ihr eigenes Vergütungssystem am Reißbrett planen. Doch auch das ist manchmal gar nicht so einfach: Schließlich bestimmt die Kultur das Vergütungssystem – oder ist es doch umgekehrt? (Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser) 

Dass die Verteilung des Kuchens in Zukunft einfacher wird, ist in Zeiten von Legal Tech jedenfalls nicht zu erwarten: Noch ist den meisten Kanzleien nicht einmal klar, wie sie die Arbeit von Softwareprogrammen abrechnen sollen (Einmal digital, bitte)

Manchmal sagen Zahlen mehr als tausend Worte: In unseren Tabellen ­(JUVE Top 100) erfahren Sie, wer die Auf- und Absteiger des ­Jahres sind, welche Kanzleien besonders produktiv waren und wer die ­Verfolgungsjagd auf die Spitzengruppe der Top 10 aufgenommen hat. ­Details zu allen JUVE Top 100 gibt Ihnen unser Überblick Von A bis Z. 

Lassen Sie es sich schmecken!

Eva Lienemann
(eva.lienemann@juve.de)

  • Teilen