CLOSING 10/19

Ministerin mustert Musterklage

von Marc Chmielewski

Ministerin mustert MusterklageDer erste Verhandlungstag der ersten Musterfeststellungsklage steht vor der Tür. Im zuständigen Bonner Bundesamt für Justiz geht es deshalb noch dynamischer zu als sonst, wenn der Bär auf dem Parkett der Standardaufgaben steppt, also zum Beispiel „Durchführung der Verkündungen und Bekanntmachungen im Bundesgesetzblatt“ und „Normendokumentation“. Für die 1.200 Behördenmitarbeiter ist das VW-Klageregister ein kaum vorstellbarer Job: Tausende von Leuten, die mal was mit Diesel zu tun hatten, wollen vor Toresschluss Ende September ins Register, Tausende andere wollen noch vor Toresschluss wieder raus.

Viele fragen sich: Kann das organisatorisch alles klappen? Reicht die eigens gebildete „Task Force“, um den Volksaufstand gegen Volkswagen zu managen? Für die Millionen von Bürgern, denen diese Frage schlaflose Nächte bereitet, gibt es nun Entwarnung in Form einer Mitteilung des Amtes: Die neue Bundesjustizministerin Christine Lambrecht kam zu Besuch, um das Klagenregister „persönlich in Augenschein“ zu nehmen. Nun, da von höchster Stelle alles geprüft ist, sind letzte Zweifel beseitigt: Die Musterklage ist super, und das klappt alles. Von diesem Moment der Erlösung gibt es sogar ein Foto. JUVE hat Lippen- und Gedankenleser engagiert sowie zahlreiche Hintergrundgespräche geführt, um dieses Schlüsselereignis der Justizgeschichte festzuhalten.

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