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PRESSEMITTEILUNGEN

JUVE Inhouse-Umfrage:

Rechtsberatungskosten für Unternehmen steigen weiter

 

Köln, 28.01.2015

Deutsche Unternehmen zahlen durchschnittlich rund 1,4 Millionen Euro im Jahr für Rechtsberatung durch Anwaltskanzleien. Das ergab die jüngste JUVE Inhouse-Umfrage, an der sich fast 450 Rechtsverantwortliche beteiligten.

Seit Jahren beklagen nicht nur Juristen, dass die Rechtsrisiken und damit auch die Kosten beständig steigen: stärkere Regulierung, offensivere Aktionäre, sensiblere Kartell- und Aufsichtsbehörden. Mittlerweile vergeht kaum ein Quartal, ohne dass Konzerne und Großbanken ihre Rückstellungen für Rechtsrisiken erhöhen – die Rückstellungen der Deutschen Bank betragen aktuell beispielsweise rund drei Milliarden Euro.

Konsequenz: Bei gut der Hälfte der befragten Unternehmen ist das Budget der Rechtsabteilung auch 2014 gestiegen. Bei 44 Prozent der Unternehmen hat die Rechtsabteilung nun mehr als 1 Million Euro zur Verfügung,  bei  7 Prozent sogar mehr als 10 Millionen Euro. Bestritten werden davon in der Regel sowohl die Kosten für Kanzleien als auch die internen Kosten.

Personell sind viele Rechtsabteilungen weiterhin eher spartanisch ausgestattet und das Wachstum verlangsamt sich. Zwar beschäftigt etwa Siemens 360 Juristen allein in der deutschen Rechtsabteilung,  die Deutsche Bahn kommt auf knapp 200, die Deutsche Bank auf rund 130. Doch rund 30 Prozent der Unternehmen leistet sich nur einen oder zwei Unternehmensjuristen. Und nur noch ein gutes Viertel plant aufzustocken.

Grafik: Arm und reich
Über welche Budgets Rechtsabteilungen verfügen

Moderate Reichtumsschere

(Angegeben ist jeweils der Anteil der Unternehmen. Quelle: JUVE Inhouse-Umfrage 2014)

 

Grafik: Teurer Rat
Wie viel Unternehmen für Kanzleien ausgeben

Rechtsberaterkosten

(Angegeben ist jeweils der Anteil der Unternehmen. Quelle: JUVE Inhouse-Umfrage 2014)

 

Die JUVE Inhouse-Umfrage:
An der Online-Umfrage beteiligten sich im November 2014 insgesamt 442 Unternehmensjuristen, die fast ausschließlich in leitender Funktion tätig sind. Alle Unternehmensgrößen und Branchen waren vertreten. 28 Prozent der Teilnehmer waren in Unternehmen mit mehr als 10.000 Mitarbeitern beschäftigt.

Ausführliche Informationen zur Umfrage und viele Statistiken finden Sie im Magazin JUVE Rechtsmarkt, Ausgabe 02/15.

 

Über den JUVE Verlag:
JUVE ist Presseverlag und Informationsdienstleister für Wirtschaftsanwälte, Unternehmensjuristen und den juristischen Nachwuchs. Die Zeitschrift JUVE Rechtsmarkt berichtet monatlich über den Markt für Rechtsberatung von Unternehmen.

Weitere Publikationen von JUVE in Deutschland:

  • JUVE Handbuch Wirtschaftskanzleien (17. Ausgabe, November 2014)
  • German Commercial Law Firms (die 16. Ausgabe erscheint im Februar 2015)
  • azur-Karrieremagazin für junge Juristen (halbjährl.), plus Ausgabe „azur 100 – Arbeitgeberranking für Juristen“ (die 7. Auflage erscheint im Februar 2015)
  • Nachrichten aus dem Anwaltsmarkt, Stellenanzeigen und Online-Versionen der Bücher auch unter: www.juve.de und www.azur-online.de. Kostenloser wöchentlicher Newsletter zu bestellen unter: juve-newsline@juve.de.

 

Ihr Kontakt für Rückfragen:
Astrid Jatzkowski, Ressortleiterin Unternehmen (astrid.jatzkowski@juve.de, Tel. 0221/913880-37)
Jörn Poppelbaum, Chefredakteur (joern.poppelbaum@juve.de, Tel. 0221/913880-96)
Jens David, Verlagspressemitteilungen (jens.david@juve.de, Tel. 0221/913880-19)

 

JUVE Verlag für juristische Information GmbH

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Tel. 0221 / 913 88 0-0
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