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PRESSEMITTEILUNGEN

JUVE Inhouse-Umfrage:
Compliance-Fragen lassen Beratungsbedarf der Unternehmen steigen

 

Köln, 1. Februar 2016

Deutsche Unternehmen haben ihren Anwälten im vergangenen Jahr höhere Stundensätze gezahlt – und das in nahezu allen Rechtsgebieten. Grund dafür ist die gute konjunkturelle Lage und der zunehmende Beratungsbedarf aufseiten der Unternehmen. Im Durchschnitt stiegen die Stundensätze für Partner in Kanzleien um 4 Prozent auf jetzt 342 Euro, Associates kosten durchschnittlich 263 Euro, eine Steigerung von 3,2 Prozent.

Vor allem im Bereich Compliance benötigen die Syndizi zunehmend Rat. Mehr als die Hälfte der von JUVE befragten Unternehmensjuristen rechnet sogar damit, dass der Beratungsbedarf auf diesem Feld weiter steigen wird. Dazu passt, dass die Honorare der Compliance-Experten zuletzt um rund acht Prozent zulegten. Erstmals wurde für Partner durchschnittlich über 400 Euro pro Stunde gezahlt. Eine wachsende Anzahl an internen Untersuchungen sorgt für eine hohe Auslastung der Teams und treibt den Preis.

Besonders stark stiegen die Stundensätze auch im Bereich Vertrieb/Außenhandel: Sie nahmen um rund zehn Prozent auf durchschnittlich 343 Euro zu. Während der Bereich lange Zeit als Brot-und-Butter-Geschäft vergütet wurde, wandelt er sich langsam zu einer Risikoberatung. Denn immer häufiger knöpft sich das Kartellamt Vertriebsmodelle vor, während Embargos und andere Handelsbeschränkungen zunehmend für Rechtsunsicherheit sorgen.

Entsprechend der höheren Stundensätze sowie des gestiegenen Beratungsbedarfs ist auch das Budget der Rechtsabteilungen gewachsen: 56 Prozent der Befragten gaben in der JUVE-Inhouse-Umfrage an, nun mehr Geld zur Verfügung zu haben als im Vorjahr. Dabei zahlten zwei Drittel der Befragten bis zu einer halben Million Euro für externe Berater, vier Prozent der Befragten jedoch sogar mehr als zehn Millionen Euro. Ein großer Teil dieser Ausgaben entfielen auf Sonderprojekte wie Transaktionen oder große Gerichtsverfahren.

 

Was wichtig wird 

Grafik: „Was wichtig wird“ (© JUVE Verlag)

 

Die JUVE Inhouse-Umfrage:

An der Online-Umfrage beteiligten sich im November 2015 insgesamt 415 Unternehmensjuristen, die fast ausschließlich in leitender Funktion tätig sind. Alle Unternehmensgrößen und Branchen waren vertreten. 9 Prozent der Teilnehmer waren in Unternehmen mit mehr als 10.000 Mitarbeitern beschäftigt.

Ausführliche Informationen zur Umfrage und viele Statistiken finden Sie im Magazin JUVE Rechtsmarkt, Ausgabe 02/16.

Detaillierte Angaben zu Stundensätzen in verschiedenen Rechtsgebieten und in einzelnen Regionen finden Sie hier:  www.juve.de/rechtsmarkt/stundensaetze

Die aufgeführten Stundensätze beruhen auf rund 800 Selbstauskünften von Kanzleien. Diese haben in der Regel weniger als 50 Anwälte in Deutschland.

 

Über den JUVE Verlag:

JUVE ist Presseverlag und Informationsdienstleister für Wirtschaftsanwälte, Unternehmensjuristen und den juristischen Nachwuchs. Die Zeitschrift JUVE Rechtsmarkt berichtet monatlich über den Markt für Rechtsberatung von Unternehmen.

 

Weitere Publikationen von JUVE in Deutschland:

  • JUVE Handbuch Wirtschaftskanzleien (18. Ausgabe, Oktober 2015)
  • German Commercial Law Firms (die 17. Ausgabe erscheint im Februar 2016)
  • azur-Karrieremagazin für junge Juristen (halbjährl.), plus Ausgabe „azur 100 – Arbeitgeberranking für Juristen“ (die 8. Auflage erscheint im Februar 2016)
  • Nachrichten aus dem Anwaltsmarkt, Stellenanzeigen und Online-Versionen der Bücher auch unter: www.juve.de und www.azur-online.de. Kostenloser wöchentlicher Newsletter zu bestellen unter: juve-newsline@juve.de.

 

Ihr Kontakt für Rückfragen:

Astrid Jatzkowski, Ressortleiterin Unternehmen (astrid.jatzkowski@juve.de, Tel. 0221/913880-37)
Jörn Poppelbaum, Chefredakteur (joern.poppelbaum@juve.de, Tel. 0221/913880-96)
Jens David, Verlagspressemitteilungen (jens.david@juve.de, Tel. 0221/913880-19)

 

 

JUVE Verlag für juristische Information GmbH

Sachsenring 6, 50677 Köln
Tel. 0221 / 913 88 0-0
Fax 0221 / 913 88 0-18

 

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