Managing-Partner des neuen Büros von Hogan Lovells in Dublin ist der in London ansässige Kartellrechtler Christopher Hutton. Mehrere Kartell- und Regulierungsrechtler aus dem Londoner Büro werden ihm nach Dublin folgen.
Auch das Startteam von Ashurst besteht im Wesentlichen aus Londoner Kartellrechtler. Der Leiter der globalen Sparte, Nigel Parr, und der Londoner Partner Euan Burrows werden den neuen Standort gemeinsam führen. Sie werden ebenso wie alle anderen zum Startteam zählenden Anwälte ihre Zeit zwischen Dublin und London aufteilen. Mittlerweile haben elf auch in Deutschland ansässige Kanzleien ein Büro in Dublin, darunter DLA Piper, Clyde & Co, Pinsent & Masons oder Dechert. Allein seit 2017 haben zwölf internationale Kanzleien ein Büro in der irischen Hauptstadt eröffnet. Zuletzt war es 2020 Dentons, die einen weiteren Standort gründete und diesen seitdem mit mehreren Quereinsteigern ausgebaut hat.
Um ihre EU-Praxisrechte zu erhalten, hatten in den vergangenen Jahren Tausende Anwälte, die in England oder Wales zugelassen sind, Praxiszertifikate bei der Law Society of Ireland beantragt, berichtet The Lawyer. Ende 2020 hatte die Behörde allerdings entschieden, dass die Anwälte keinen Anspruch auf eine irische Qualifikation haben, wenn sie nicht über eine physische Präsenz in Irland und eine angemessene Berufshaftpflichtversicherung verfügen. Es sei deshalb zu erwarten, dass weitere Kanzleien den Sprung nach Irland wagen werden, heißt es in dem Artikel weiter. Die nächste, und damit die erste Magic-Circle-Kanzlei, könnte Linklaters sein, die sich Presseberichten zufolge schon eine Büroadresse gesichert haben soll. Sie gehört neben Allen & Overy, Freshfields Bruckhaus Deringer, Latham & Watkins, Slaughter and May und White & Case zu den Kanzleien in Großbritannien mit den meisten nach irischem Recht qualifizierten Anwälten, die bisher aber kein Büro in Irland hat.