Der Anschluss soll im ersten Quartal 2024 vollzogen werden, die schwedische Kanzlei firmiert dann unter CMS Wistrand.
Wistrands Wurzeln reichen bis ins Jahr 1915 zurück, als die Vorgängerkanzlei Wikström & Sjögren in Göteborg an den Start ging. 1994 wurde das Stockholmer Büro eröffnet. In den Nullerjahren war die Kanzlei für einige Zeit Mitglied der internationalen Netzwerke von Heuking Kühn Lüer Heussen Wojtek und der Dentons-Vorgängerin Denton Hall. Heute arbeiten 51 Equity-Partner für Wistrand.
Viele internationale Player fehlen in Schweden
Der schwedische Kanzleimarkt ist überwiegend von starken regionalen Einheiten geprägt. Nur einige der internationalen Sozietäten wie White & Case, Bird & Bird, Linklaters, Baker McKenzie oder DLA Piper sind schon lange dort vertreten. Vor allem DLA hat hier in den vergangenen Jahren personell stark ausgebaut.
Um sich internationaler aufzustellen, habe Wistrand verschiedene Optionen geprüft, wie es in einer Pressemitteilung der Kanzlei heißt, und sich dann für die Verbundlösung entschieden: „Die einzigartige Struktur von CMS stellt sicher, dass wir für unsere schwedischen Kunden weiterhin eine unabhängige, stark lokal verankerte Kanzlei bleiben und gleichzeitig von der globalen Expertise und dem Netzwerk von CMS profitieren können“, sagte Maria Kosteska Fägerquist, Vorsitzende des Verwaltungsrates in Göteborg.
CMS heute: 5.800 Berufsträger, 80 Büros
Die deutsche CMS-Praxis hatte in der Vergangenheit Berührungspunkte mit dem neuen Mitglied: Als ein Immobilienteam aus Stuttgart und Düsseldorf Ende vergangenen Jahres Allianz Real Estate bei einem Zukauf beriet, war Wistrand für finanzrechtliche Fragen dabei.
Der CMS-Verbund wächst mit Wistrand auf mehr als 5.800 Berufsträger in 80 Büros in 45 Ländern. Den Schritt in Richtung Norden hatte CMS erst 2021 getan: Mit der norwegischen Kanzlei Kluge kamen drei Büros in dem skandinavischen Land dazu.