Schulte begleitete bei Gowling schwerpunktmäßig Patentstreitigkeiten insbesondere in den Branchen Maschinenbau, Elektrotechnik, Life Science und Medizintechnik. Aber auch transaktionsbegleitend beriet er. Bei Müller Schupfner & Partner trifft er auf ein gemischtes Team aus Rechts- und Patentanwälten. Die Kanzlei ist vor allem in den Branchen Medizintechnik und Chemie bekannt, baute aber in den letzten Jahren auch ihre Prozesstätigkeit im Gewerblichen Rechtschutz aus. Mittlerweile gehören sechs Rechtsanwälte und zehn Patentanwälte zum Team.
In Patentstreitigkeiten ist vor allem der IP-Partner Thomas Huber aktiv. Seinen Bereich soll künftig Schulte übernehmen, denn Huber wird in Kürze zum Deutschen Patent- und Markenamt wechseln. Dort hatte Schulte seine Karriere begonnen. Es folgten ab 2004 Stationen bei Heisse Kursawe (später Eversheds), Jones Day sowie Fish & Richardson bevor er 2017 zu Gowling wechselte, Mayer folgte 2018.
Bereits im Januar hatte es Mayer in die Rechtsabteilung von Infineon gezogen, wo er als einer von vier IP-Rechtlern vor allem mit Fragen zur Gestaltung von IP-Verträgen, aber auch mit Patentprozessen befasst ist. Mayer bringt über 20 Jahre Erfahrung im Gewerblichen Rechtsschutz mit. Seine gesamte berufliche Laufbahn von den Anfängen bei Wallinger & Partner über Stationen bei Hogan Lovells, Maiwald und schließlich Gowling führte er Patentstreitverfahren vor allem in den Branchen Automobil, Chemie, Pharma, High Tech und Konsumgüter.
Weiter in Deutschland aktiv
Schulte und Meyer waren bei Gowling angetreten, um mit der deutschen Praxis an die Erfolge der Londoner IP-Praxis anzuknüpfen. Kurz zuvor waren die IP-Partner Alexander Bayer und Michael Schneider mit zwei Associates zu Pinsent Masons gewechselt. Das Vorhaben gelang nicht. Insgesamt fehlt es Gowling in Deutschland, wo die Kanzlei nur über kleine Teams in München (IP) und Stuttgart (Corporate/M&A) agiert, sichtbar an einer klaren Strategie. In München verbleibt mit Manuela Finger eine auf Marken- und Wettbewerbsrecht spezialisierte Partnerin sowie zwei Associates.
Auf Anfrage von JUVE sagte der Londoner IP-Partner und Leiter der Praxisgruppe, Gordon Harris, zu den Plänen in Deutschland, die Kanzlei wolle im Patentrecht in Deutschland weiterhin eine große Rolle spielen. Zu diesem Zweck ziehe sie bereits verschiedene Optionen in Betracht und beschränke sich dabei nicht nur auf München. Ziel ist laut Harris, statt eines schrittweisen Wachstums von Anfang an ein bedeutendes Team zu etablieren.