Salomons Nominierung war schon vor einem halben Jahr bekannt geworden. Mitte Juni wurde ihre Nominierung dann vom World Council – dem ICC-Aufsichtsgremium – offiziell bestätigt. Salomon, die bei Latham in New York Co-Leiterin der internationalen Streitbeilegungspraxis ist, übernimmt die Aufgaben des scheidenden Präsidenten Alexis Mourre, der seit 2015 den in Paris gelegenen ICC Court anführte.
Unter den zwölf neu bestellten Vizepräsidenten, die anstelle der Präsidentin Sitzungen leiten können, ist nun erstmals auch Trittmann zu finden. Trittmann war im vergangenen Jahr aus der Partnerschaft von Freshfields ausgeschieden. Mit der Schweizer Kanzleianwältin Prof. Dr. Nathalie Voser hatte er die Schiedsrechtskanzlei Rothorn Legal gegründet. Trittmann war bereits vor seiner Ernennung zum Vizepräsidenten ständiges Mitglied des Schiedsgerichtshofs.
Neben Trittmann wurde mit Daniel Hochstrasser, Co-Leiter zur Schiedsgerichtsbarkeit bei Bär & Karrer, ein weiterer deutschsprachiger Schiedsgerichtsexperte zum Vizepräsidenten ernannt. Dr. Inka Hanefeld, Namenspartnerin der Hamburger Konfliktlösungsboutique Hanefeld, die seit 2014 Vizepräsidentin des ICC war, zählt allerdings nicht mehr zu seiner aktuellen Besetzung.
Aus Deutschland gehören neben Trittmann die beiden deutschen Schiedsrechtlerinnen Dr. Anke Sessler und Dr. Dorothee Ruckteschler dem ICC als stellvertretende Mitglieder an. Beide sind seit 2018 Mitglieder des ICC. Sessler ist seit 2014 bei Skadden Arps Slate Meagher & Flom in Frankfurt. Ruckteschler war im vergangenen Jahr aus der Dispute-Resolution-Praxis von CMS Hasche Sigle ausgeschieden, um konfliktfrei in ihrer eigenen Kanzlei Schiedsrichter-Mandate annehmen zu können. Ebenfalls stellvertretendes Mitglied ist der Züricher Partner Laurent Killias von Pestalozzi.