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14.04.2010

Bausparkassen: W&W setzt bei Kauf von Commerzbank-Tochter auf Inhouse und Norton Rose

 

Die Commerzbank hat sich von ihrer Bauspartochter Allianz Dresdner Bauspar getrennt. Käufer ist der Stuttgarter Finanzdienstleistungskonzern Wüstenrot & Württembergische (W&W), der die Allianz Dresdner in seine Bausparkasse integriert.

Grutschnig_Thilo

Laut Presseberichten liegt der Kaufpreis bei rund 120 Millionen Euro. Zudem geht die Wüstenrot Bauspar eine langfristige Vertriebskooperation mit der Commerzbank und der Allianz-Gruppe ein.

Hintergrund des Verkaufs ist eine Auflage der EU an die Commerzbank. Das Institut hatte staatliche Unterstützung vom Bankenrettungsfonds SoFFin erhalten und muss sich von zahlreichen Beteiligungen trennen. Bis auf den Immobilienfinanzierer Eurohypo ist die Commerzbank den EU-Vorgaben damit nachgekommen.

Zum Jahresende 2009 hatte die Allianz Dresdner Bauspar mit bundesweit rund 670.000 Kunden einen Bausparsumme von 21 Milliarden Euro. (Marcus Jung)

Berater Wüstenrot & Württembergische
Inhouse
(Stuttgart): Thilo Grutschnig (Federführung; Leiter Gesellschaftsrecht), Norbert Beule (Wüstenrot Bausparkasse Vertrieb), Carsten Beisheim (Leiter Konzernrecht)
Norton Rose
(München): Dr. Andreas Börner (Federführung; Versicherungsunternehmensrecht), Dr. Cornelia Marquardt (Arbeitsrecht), Igsaan Varachia (Steuern), Frank Herring (Aufsichtsrecht; Frankfurt), Jürgen Werner (Wettbewerbsrecht; Brüssel), Eva-Maria Kuhn (Federführung; Versicherungsunternehmensrecht); Associates: Katrin Scheicht (Arbeitsrecht), Florian Breitreiner, Maren Brune, Christina Avvento, Stephanie Schuster, Dr. Raphael Suh, Frank Henkel (alle Corporate Finance), Matthias Weigert (Steuern), Marco Zingler (Aufsichtsrecht; Frankfurt), Dr. Caspar Ebrecht (Wettbewerbsrecht; Brüssel)

Berater Commerzbank
Ashurst
(Frankfurt): Dr. Claudia Junker, Reinhard Eyring (beide Federführung; beide Gesellschaftsrecht), Dr. Klaus Herkenroth (Steuerrecht), Andreas Vogel (Arbeitsrecht), Dr. Anna-Katharina Lohbeck (IT); Associates: Dr. Fabian von Samson-Himmelstjerna, Dr. Danielle Schmidt, Dr. Carolin Fenck, Silke Rohnfelder, Dr. Stefan Brass (alle Gesellschaftsrecht), Nina Siewert (Steuerrecht)
Inhouse
(Frankfurt): Dr. Bernd Singhof

Hintergrund: Auf Käuferseite steht nahezu die identische Konstellation wie bei der Übernahme der Vereinsbank Viktoria Bauspar durch W&W 2009 (mehr…). Der Bereich Gesellschaftsrecht in der W&W-Konzernrechtsabteilung ist bereits bei früheren Transaktionen sehr aktiv gewesen. Auch hier hatte Syndikus Thilo Grutschnig die Gesamtprojektleitung. Als externe Beraterin hat sich Norton Rose bei dem Stuttgarter Finanzdienstleister etabliert.

Auch auf Verkäuferseite besteht eine enge Beziehung zwischen der M&A-Abteilung der Commerzbank und Ashurst. Die britische Sozietät begleitete die Commerzbank seit Herbst 2009 bei neun Veräußerungen von Tochtergesellschaften wie etwa dem Verkauf der Münchner Privatbank Reuschel (mehr…) oder dem Verkauf der Dresdner Bank-Töchter in den Niederlanden, Belgien und der Schweiz. Die federführenden Partner bei diesen Transaktionen waren wie auch in diesem Fall die Frankfurter Corporate-Partner Junker und Eyring.

Als Inhouse-Jurist auf Commerzbank-Seite trat wieder der frühere Dresdner Bank-Syndikus Singhof auf. Nach der Verschmelzung des Instituts mit der Commerzbank kam es zu nachhaltigen Umstrukturierungen der Rechtsabteilung (mehr…). Dennoch hat die Commerzbank mit rund 200 Syndizi eine der größten Rechtsabteilungen hierzulande.

 

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