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05.01.2011

Autozulieferer: Johnson Controls kauft Keiper, Recaro-Sparte und Hammerstein mit Linklaters

Johnson Controls, ein US-Hersteller von Fahrzeugkomponenten, hat auf dem deutschen Automobilzulieferermarkt massiv zugekauft. Von der Kaiserslauterer Putsch Holding erwarb das Unternehmen zum Jahresende 2010 wesentliche Teile der beiden Töchter Keiper und Recaro, die unter anderem Metallstrukturen für Fahrzeugsitze produzieren. Der Jahresumsatz beider Bereiche beträgt knapp eine Milliarde Euro.

Klaus Hoenig

Nicht verkauft wurde der brasilianische Teil von Keiper. Auch die Marke Recaro verbleibt bei der Putsch Holding, die unter dem Namen weiterhin Flugzeugsitze entwickelt und produziert. Johnson Controls wird für den jetzt von ihr gekauften Autositze-Bereich deshalb Lizenznehmer der Marke. Erst kürzlich hatte Johnson Controls auch die Solinger Rob. Hammerstein-Holding übernommen, die sich mit einem Jahresumsatz von knapp 500 Millionen Euro ebenfalls auf Sitzstrukturen für Kraftfahrzeuge konzentriert. Beide Zukäufe stehen aber noch unter der Bedingung einer kartellrechtlichen Freigabe. (Antje Neumann)

Berater Johnson Controls
Linklaters (Düsseldorf): Dr. Klaus Hoenig (Federführung), Dr. Rüdiger Thiele (beide M&A), Oliver Rosenberg (Steuern), Dr. Jens Matthes (IP), Gustavo Lian Haddad (São Paulo; Steuerrecht); Associates: Matthias Kirsch, Dr. Michael Krömker, Christoph van Lier, Mirko König, Ricarda Grzeschik (alle Corporate), Miray Kavruk (IP), Dr. Matthias von Kaler, Dr. Markus Appel (beide Berlin; Umweltrecht) – dazu weitere Anwälte aus Schanghai und London
Bird & Bird (Brüssel): (Brüssel): Anne Federle, Serge Durande; Associates: Melanie Vilarasau, Kristaps Sikora, Dr. Stephan Waldheim, Dr. Peter Ondrejka (beide Düsseldorf; alle Fusionskontrolle)
Oppenhoff & Partner (Köln): Dr. Gilbert Wurth; Associate: Isabel Kreienbrock, Dr. Alexander Willemsen (alle Arbeitsrecht, inklusive internationaler Koordination)
Inhouse (Burscheid): Patrick Nettesheim

Berater Putsch Holding
Hengeler Mueller (Frankfurt): Dr. Peter Weyland (Federführung), Dr. Frank Burmeister (beide M&A), Dr. Horst Satzky (Kartellrecht), Dr. Matthias Scheifele (Steuerrecht), Dr. Hans-Joachim Liebers (Arbeitsrecht), Dr. Wolfgang Kellenter (IP; Düsseldorf), Dr. Jan Bonhage (Öffentliches Recht; Berlin); Associates: Dr. Björn Bork (M&A), Dr. Max Hauser (Kartellrecht), Dr. Gunther Wagner (Steuerrecht), Peter Wehner (Arbeitsrecht), Dr. Arne Lambrecht, Patrick Wilkening (beide IP; Düsseldorf)
Inhouse (Kaiserslautern): Dr Andreas Kadletz

Berater Rob. Hammerstein Holding
Franz (Düsseldorf): Dr. André Kowalski, Axel Staudt (Kartellrecht; beide M&A)
Redeker Sellner Dahs (Bonn): Dr. Christian Becker (Umweltrecht) – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Die Verbindung zwischen Hengeler und Keiper Recaro geht lange zurück. Der frühere Frankfurter Hengeler-Partner Prof. Dr. Hans-Joachim Hellwig ist seit Jahren im Beirat des Unternehmens tätig, dessen Hauptgesellschafter der Unternehmer Martin Putsch ist. Auch Johnson Controls griff mit dem Linklaters-Corporate-Team auf bewährte Anwälte zurück. Zudem waren sowohl die Brüsseler Kartellrechtlerin Federle als auch der Kölner Arbeitsrechtler Wurth viele Jahre lang Partner bei Linklaters beziehungsweise deren Vorgängerkanzlei Oppenhoff & Rädler und haben für das Unternehmen schon oft gearbeitet. Auch bei ihren jeweilig neuen Kanzleien können sie die gute Beziehung weiterführen.

Die kleine, auf Transaktionen spezialisierte Kanzlei Franz wurde dagegen erstmalig für ihre Mandantin Hammerstein tätig und kam aufgrund einer Empfehlung ins Mandat.

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