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12.05.2011

SAF-Holland sichert sich frisches Geld

Der LKW-Zulieferer SAF-Holland hat sich über eine Kapitalerhöhung 145 Millionen Euro besorgt. Die Gesellschaft mit Sitz in Luxemburg platzierte die Aktien per internationaler Privatplatzierung bei institutionellen Investoren außerhalb der USA. Die Commerzbank und Unicredit begleiteten die Transaktion, mit der SAF Holland sein Grundkapital nahezu verdoppelte.

Holger Alfes

Mit dem Erlös führt SAF Holland Schulden zurück und stärkt die Eigenkapitalbasis. SAF Holland stellt Achssysteme, Sattel- und Anhängerkupplungen für Lastwagen und Anhänger her und setzte 2010 mit weltweit rund 2.800 Mitarbeitern 630 Millionen Euro um. Seit 2007 ist der Zulieferer an der Frankfurter Börse gelistet, das Unternehmen war erst im gleichen Jahr entstanden, als der Investor Pamplona Capital Partners die fränkische Otto Sauer Achsenfabrik (SAF) und die US-Gesellschaft The Holland Group zu SAF Holland fusionierte. Im vergangenen Jahr stieg der Großaktionär Pamplona dann aus.

Berater SAF-Holland
Noerr (Frankfurt): Dr. Holger Alfes (Federführung); Associates: Dr. Hendrik Mutschmann, Dr. Andrea Lamberti, Christian Hartig (alle Kapitalmarkt & Finanzierung)
Bonn Schmitt Steichen (Luxemburg): Alex Schmitt, Marcus Peter, Lara Aherne, Renata Jokubauskaite – luxemburgisches Recht

Berater Banken
Allen & Overy:: Gernot Wagner (US-Kapitalmarktrecht), Dr. Oliver Seiler (Kapitalmarktrecht; beide Federführung), Dr. Sven Prüfer (Restrukturierung) Dr. Heike Weber (Steuerrecht; alle Frankfurt), Henri Wagner (Kapitalmarktrecht), Marc Feider (Corporate), Frank Mausen (Kapitalmarktrecht; alle Luxemburg); Associates: Carmen Candia, Rebecca Emory, Dr. Camilla Kehler, Dr. Martin Kniehase (alle Kapitalmarktrecht; alle Frankfurt), Philippe Thiebaud, Robert Steinmetzer (beide Corporate), Paul Péporté (Kapitalmarktrecht; alle Luxemburg)
Inhouse (Commerzbank; Frankfurt): Carina Erlenwein, Dr. Bernd Singhof
Inhouse (UniCredit; München): Mark Oesterwinter

Hintergrund: Sowohl Allen & Overy als auch Noerr kennen SAF Holland schon länger. So begleiteten beide Kanzleien das Unternehmen bereits bei dessen Börsengang vor knapp vier Jahren, die Federführung hatte seinerzeit Allen & Overy. Zuvor hatte die Kanzlei im Jahr 2006 Pamplona bei der Übernahme der deutschen Otto Sauer Achsenfabrik beraten und wenig später auch bei der Integration der US-Gruppe Holland. Insofern ist es nun nicht verwunderlich, dass die Kanzlei mit ihren bekannt guten Bankenkontakten nun an der Seite der beiden die Transaktion begleitenden Häuser stand. Denn neben Allen & Overy verfügt vor allem Noerr schon länger über gute Kontakte zu SAF und kam ursprünglich über ihren eigenen Unternehmensberatungszweig Noerr Consulting in das Mandat. So beriet Noerr-Partner Dr. Martin Kleinschmitt schon 2002 zu kaufmännischer Steuerung und in der Folge begleitete die Kanzlei SAF auch mehrfach bei Transaktionen. 2008 beriet Noerr beispielsweise bei der Übernahme der Georg Fischer Verkehrstechnik (mehr…).

 

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