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21.12.2011

Photovoltaik: Bosch vertraut Beiten bei Übernahme von Conergy-Sparte

Die Robert Bosch-Gruppe hat vom angeschlagenen Hamburger Solarunternehmen Conergy dessen Tochter Voltwerk Electronics übernommen. Der Photovoltaikzulieferer Voltwerk erwirtschaftete im vergangenen Jahr mit 100 Mitarbeitern rund 68 Millionen Euro.

Thomas Sacher

Das Unternehmen produziert Wechselrichter, die in einer Solaranlage Gleichstrom in Wechselstrom umwandeln.

Der weltgrößte Automobilzulieferer Bosch vergrößert mit dem Zukauf seinen Aktionsradius im Geschäft mit erneuerbaren Energien weiter. Der Konzern hatte in den vergangenen Jahren mit der Übernahme von Ersol und Johanna Solar sowie seiner Beteiligung an Aleo Solar bereits die Fertigung von Solarmodulen aufgebaut.

Conergy sicherte sich durch einen langfristigen Liefervertrag weiteren Zugang zu Voltwerk-Produkten. Schon seit Längerem steckt Conergy in einer tiefen wirtschaftlichen Krise.

Berater Robert Bosch
Beiten Burkhardt (Nürnberg):Dr. Thomas Sacher, Dr. Daniel Kaut (beide M&A), Heinrich Meyer (Corporate; Frankfurt), Matthias Stecher (Gewerblicher Rechtsschutz; München); Associates: Dr. Christopher Iliou, Dr. Steffen Schniepp (beide M&A)
Inhouse (Stuttgart): Matthias Klatt

Berater Conergy
Latham & Watkins (Hamburg): Dr. Joachim von Falkenhausen, Dr. Stefan Widder (beide Federführung); Associate: Michael Zickler (alle Corporate/M&A)
Inhouse (Hamburg): Kai Hollensteiner (General Counsel), Dr. Katja Sauer (IP & Commercial)

Hintergrund: Beiten konnte ihre Mandatsbeziehung zur Robert Bosch-Gruppe im zu Ende gehenden Jahr 2011 deutlich intensivieren. Die Kanzlei betreute das Unternehmen gleich bei mehreren Transaktionen, so beispielsweise im Sommer beim Zukauf von zwei Anlagenherstellern für die Pharmaindustrie (mehr…) und auch bei der Übernahme des auf Prozessmanagement spezialisierten Unternehmens Inubit. 2008 hatte Bosch ein M&A-Panel eingerichtet, neben Beiten arbeitet die Gesellschaft unter anderem auch mit Hengeler Mueller und Gleiss Lutz zusammen.

Latham kennt Conergy noch deutlich länger aus gemeinsamer Arbeit. Anfang 2006 wurde die Kanzlei das erste Mal in finanzrechtlichen Fragen für den Solarkonzern tätig, ein Jahr später begleitete sie das Unternehmen dann beispielsweise, als es eine Finanzspritze benötigte (mehr…). Daneben griff Conergy aber auch schon im Arbeitsrecht, Immobilienrecht sowie bei IT-Themen auf Latham zurück.

Die wohl intensivste Beziehung zu dem Unternehmen aber hat in den vergangenen Jahren Freshfields Bruckhaus Deringer aufgebaut, die Conergy in den vergangenen Jahren umfangreich bei ihren komplexen und zähen Refinanzierungsangelegenheiten beiseite stand und steht. So beriet die Kanzlei zuletzt auch, als die Machtverhältnisse bei Conergy im Sommer dieses Jahres neu geordnet wurden (mehr…). Nach einer Umschuldung übernahm eine Reihe von Investoren, darunter einige Hedgefonds sowie die Deutsche Bank das Ruder. (René Bender)

 

 

 

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