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13.01.2012

Homecare-Aktivitäten fast verdoppelt: Linklaters berät Linde bei Zukauf

Der Münchner Technologiekonzern Linde hat die Homecare-Aktivitäten des US-Chemie- und Gaseunternehmens Air Products & Chemicals in Deutschland, Spanien, Portugal, Frankreich und Belgien erworben. Der Deal hat ein Volumen von 590 Millionen Euro.

Timo Engelhardt

Timo Engelhardt

Die Sparte Homecare umfasst sämtliche medizinischen Dienstleistungen, die bei der Behandlung von Patienten außerhalb von Krankenhäusern zum Einsatz kommen können. Dazu zählen Beatmungstherapien, wie etwa die Sauerstofftherapie, die Schlaftherapie und die mechanische Beatmung. Der nun verkaufte Geschäftsbereich versorgt in den fünf Ländern rund 260.000 Patienten und erzielte 2011 einen Umsatz von rund 210 Millionen Euro.

Linde gehört zu den größten Industriegasherstellern weltweit und beschäftigt 50.000 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2010 lag der Umsatz im Homecare-Bereich bei rund 280 Millionen Euro. Im gesamten Gesundheitssegment, zu dem auch die Versorgung von Krankenhäusern mit medizinischen Gasen und Serviceleistungen  gehört, lag der Umsatz von Linde im Geschäftsjahr 2010 bei 1,1 Milliarden Euro.

Bei Air Products mit Hauptsitz in Allentown, Pennsylvania, verbleibt das Homecare-Geschäft in Großbritannien, Irland, Argentinien und Brasilien. Das Unternehmen bietet neben Industriegasen unter anderem Halbleitermaterialien und Chemikalien. Air Products erzielte 2011 einen Umsatz von mehr als 10,1 Milliarden US-Dollar und beschäftigte in mehr als 40 Ländern 18.900 Mitarbeiter.

Die Zustimmung der Kartellbehörden und Arbeitnehmervertretungen zur Transaktion steht noch aus.

Berater Linde
Linklaters (München): Dr. Michael Lappe (Corporate/M&A), Andreas Schaflitzl (beide Federführung), Mark Kingstone (beide Steuern; London), Dr. Bernd Meyring (Brüssel), Carlos Pinto Correia (beide Kartellrecht), António Soares (Corporate Finance; beide Lissabon), Alexander Kolb (Madrid), Pierre Tourres (Paris), Casper Lawson (alle Corporate/M&A; New York), Tanguy Van Overstraeten (TMT/IP; Brüssel), Jean Lovett (London), Luc Vanaverbeke (Brüssel), Carolin Goll-Müller (alle Arbeitsrecht), Paul Kreijger (Kartellrecht; Amsterdam), Marcos Sousa Monteiro (Coporate Finance; Lissabon), Bastiaan Bruyndonckx (TMT/IP), Philippe Remels (beide Brüssel); Associates: Dr. Timo Engelhardt (Federführung; beide Corporate/M&A), Kristina Zych (Aufsichtsrecht; Berlin), Naiara Rodriguez Escudero (Arbeitsrecht; Madrid), Dr. Thomas Broichhausen, Dr. Florian Harder, Hanno Witt, Dr. Florian Harder, Holger Ebersberger, Jae Vanwijngaerden (Brüssel), Rita Brandao, Leticia Comin, Julia Acinas, Roberto Sanchez, Leticia Alcocer, Gianluca Bacelliere, Maria Solana (alle Madrid), Julien Wagman, Martin Ozanne (alle Corporate/M&A; alle Paris), Thorben Eisenbeiß, Jerome Cordier, Chek-Lhy Alice Luu (alle Arbeitsrecht; beide Paris), Jochen Zimmermann, Anna Burghardt (beide Aufsichtsrecht; beide Berlin), Jörg Schrade, Maria Cortizas (Madrid), Timothy Lowe (London), Rui Camacho Palma (alle Steuern; Lissabon), Lars Küpper, Andreas Eberhardt (beide Brüssel), Miguel Paiva Antunes (alle Kartellrecht; Lissabon), Marcos Sousa Monteiro, Ines Caprichoso (Corporate Finance), Luis Salema (beide Lissabon), Joaquín Fabre (beide Real Estate; Madrid), Carla Borges (Litigation; Lissabon), Emma Williamson (London), Belén Lavandera (Madrid), Yve Degrande (alle Arbeitsrecht; Brüssel), John Gordon (Pensions; London), Tom De Coster, Didier Wallaert (beide Brüssel), Romain Viret (alle TMT/IP; Paris)
Inhouse: Andrew Brackfield (General Counsel; Corporate/M&A; Guildford), Dr. Henning Asche (Senior Counsel; Corporate, Kartellrecht; München)

Berater Air Products
Freshfields Bruckhaus Deringer (London): Ben Spiers, Dr. Henning Oesterhaus (beide Gesellschaftsrecht/M&A), Dr. Martin Schießl (Steuerrecht; beide Frankfurt); Associate: Luca Sponziello (Gesellschaftsrecht/M&A)
Vieira de Almeida & Associados (Lissabon): Helena Vaz Pinto (Federführung; Gesellschaftsrecht/M&A) – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Beteiligten zufolge war insbesondere Linde-General Counsel Brackfield stark in die Verhandlungen involviert. 2007 hatte der Konzern sein weltweites Beraterpanel neu geordnet, auf dem sich auch Linklaters befindet (mehr…).

Die Kanzlei betreut das Unternehmen seit vielen Jahren und spielt vor allem eine wichtige Rolle als Beraterin bei Transaktionen, insbesondere wenn Deals eine kritische Größe erreichen. Unter anderem stand sie Linde beim Erwerb des türkischen Gaseunternehmens Karbogaz sowie dem Verkauf verschiedener internationaler Töchter wie der polnischen Industriegasefirma BOC Gazy an Air Products zur Seite (mehr..). Für Air Products war damals die Hogan Lovells-Vorgängerin Lovells tätig..

Neben dem M&A/Gesellschaftsrecht greift Linde auf Linklaters vor allem im Kartell- und Wettbewerbsrecht sowie im Steuerrecht und in Prozessen zurück. (Geertje Oldermann)

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