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08.02.2013

Windpark Butendiek: Finanzierung dank Linklaters, Ashurst und Norton Rose gesichert

Die Finanzierung eines der größten Offshore-Windparks in der Nordsee ist gesichert. Das Investitionsvolumen für das deutsch-dänische Projekt Butendiek beträgt insgesamt 1,4 Milliarden Euro. Ein Bankenkonsortium stellt nun Kredite in Höhe von 940 Millionen Euro. Die restlichen Mittel kommen von Investoren, die zugleich die Projektgesellschaft bilden. 

Thomas Schulz

Thomas Schulz

Die Investoren übernehmen den Windpark mehrheitlich. Es handelt sich bei ihnen um Siemens, Marguerite Fund, die Bremer wpd-Gruppe sowie um die beiden dänischen Pensionsfonds Industriens Pension und PKA. Sie alle haben sich auch am Eigenkapital der Projektgesellschaft beteiligt. Die wpd-Gruppe ist zugleich Projektentwicklerin und vergab in dieser Funktion einen Auftrag in Höhe von 700 Millionen Euro an Siemens. Der Konzern liefert und wartet 80 Windenergieanlagen.

Die Fremdkapitalfinanzierung erfolgt unter der Führung von KfW IPEX, UniCredit und der Bremer Landesbank. Sie sind unter anderem im Konsortium mit der Europäischen Investitionsbank und Eksport Kredit Fonden, der staatlichen Exportkreditagentur Dänemarks. Allein die Europäische Investitionsbank steuert einen Kredit von 450 Millionen Euro bei.

Das 288-Megawatt-Kraftwerk wird derzeit in der Nähe der deutsch-dänischen Grenze errichtet. Butendiek erhielt als eines der ersten Windparks bereits 2002 eine Genehmigung vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie. Ein erster Anlauf zum Beitritt von Investoren scheiterte Anfang 2012. Im Dezember wurden schließlich die Beteiligungs- und Joint-Venture-Verträge beurkundet, darauf folgte die Finanzierung.

Berater Investorengruppe
Linklaters (Berlin): Thomas Schulz (M&A/Energierecht; Berlin), Dr. Eva Reudelhuber (Bankrecht; Frankfurt; beide Federführung), Dr. Timo Engelhardt (Corporate), Andreas Schaflitzl (Steuern; beide München), Dr. Jörg Fried (Kapitalmarktrecht), Dr. Markus Appel (Öffentliches Recht); Associates: Dr. Sebastian Rohrer (Corporate), Dr. Claire Dietz, Christian Glenz, Dr. Jens Hollinderbäumer (alle Corporate/Energierecht), Dr. Anna Burghardt (Öffentliches Recht), Frank-Rüdiger Schommer (Kapitalmarktrecht; alle Berlin), Tobias Chowdhury, Przemyslaw Lipin, Jennifer Khanna, Judit Körmöczi, Dr. Jasmin Dettmar (alle Bankrecht), Christian Juan Ebert (Corporate; alle Frankfurt), Stephanie Bruhn, Dorthe Bauer (beide Steuern; beide München)
Inhouse (Siemens; Erlangen): Dr. Wolfgang Ramming, Bernd Lotter, Dirk Butzke – aus dem Markt bekannt

Dirk Trautmann

Dirk Trautmann

Berater wpd-Gruppe
White & Case (Hamburg): Florian Degenhardt (Feder­führung), Dr. Beate Treibmann; Associate: Veit Sahlfeld (alle Projekt­finanzierung)
Blanke Meier Evers (Bremen): Dr. Jochen Rotstegge (M&A/Gesellschafts-/Vertragsrecht); Associates: Dr. Uli Rentsch, Dr. Leif Rauer (beide Vertragsrecht), Felix Herbord (Corporate)

Berater Industriens Pension/PKA
Bruun & Hjejle (Kopenhagen): Mogens Thorninger (Investmentrecht), Henrik Dahl (Finanzrecht) − Dänisches Recht

Berater Bankenkonsortium
Norton Rose (München): Dirk Trautmann (Federführung; Bankrecht/Projekte), Timo Noftz (Bankrecht; Hamburg), Igsaan Varachia (Steuern), Wouter Hertzberger (Amsterdam), Nicholas Pincott (beide Bankrecht), Laurence Garside (Kapitalmarktrecht; beide London); Associates: Christian Bauer, Steffi Birkholz, Johanna von Proff, Felicitas Wheeler, Maurice Mielcarek (Hamburg; alle Bankrecht), Florian Prechtl, Nicolas Daamen (beide Gesellschaftsrecht), Andreas Berberich, Matthias Weigert (beide Steuern), Felix Dinger (Öffentliches Recht; Hamburg), Claire Kim (Amsterdam), Steven Towell, Daniela Schluckebier, Conrad Purcell (alle Bankrecht), Dominic Phillips (Kapitalmarktrecht; alle London)

Berater Europäische Investitionsbank
Ashurst (Frankfurt): Dr. Tom Beckerhoff, Dr. Maximilian Boemke; Associate: Michael Schuhmacher – aus dem Markt bekannt
Inhouse (Luxemburg): Wiebke Jardet – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Linklaters hat aus der Investorengruppe insbesondere Marguerite zuvor mehrfach beraten. Laut Marktinformationen stand neben Linklaters zu Beginn des Mandats auch CMS Hasche Sigle an der Seite der Investoren. Demnach war der Hamburger Partner Dr. Marc Riede zuständig.

Für White & Case war es soweit bekannt das erste Mandat für den Projektentwickler wpd. Blanke Meier Evers ist hingegen die Hauskanzlei der wpd-Gruppe, denn zwei ihrer Namenspartner sind zugleich Gründer des Windparkentwicklers. Die Kanzlei beriet die wpd auch 2010 beim Kauf des Windparks Butendiek (mehr…). (Parissa Kerkhoff)

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