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16.10.2017

Chemie: Inhouse-Teams beraten BASF und Bayer bei 6-Milliarden-Deal

Mit Blick auf die Monsanto-Übernahme wird Bayer einen Teil seines Saatgut- und Pflanzenschutzmittelgeschäftes an BASF verkaufen. 5,9 Milliarden Euro in bar lässt sich BASF die Übernahme kosten – einer der größten Zukäufe in der Geschichte des Ludwigshafener Chemiekonzerns. Der Deal wird jedoch nur zustande kommen, wenn die Monsanto-Übernahme genehmigt wird.

Sascha Reichardt

Sascha Reichardt

Der Verkauf ist ein Signal an die Regulierungs- und Wettbewerbsbehörden, die die riesige Bayer-Monsanto-Übernahme kritisch prüfen. Produktrechte, Standorte und rund 1.800 Beschäftigte vor allem in den USA, Deutschland, Brasilien, Kanada und Belgien werden dann in die Hände von BASF gehen. Als Teil der Vereinbarung hat sich BASF dazu verpflichtet, die unbefristeten Arbeitsverhältnisse für mindestens drei Jahre zu halten.

Im Kreis der Bieter für das sogenannten Crop-Science-Geschäft befand sich nach JUVE-Informationen auch der Schweizer Konkurrent Syngenta.

Der Erlös des Verkaufs ist außerdem ein weiterer Finanzierungsbaustein für die Monsanto-Übernahme. Beratende Banken bei Bayer sind Bank of America Merrill Lynch und Credit Suisse.

Berater BASF
Inhouse Recht: Dr. Sascha Reichardt (M&A/Kartellrecht; Federführung), Brendan Jones, Philipp Maurer, Melanie Stevens, Eva Rayle, Marie-Eve Rehayem, Marian van Hoek, Carine Torres Galindo Vilaca
Inhouse Steuern: Marc Binger, Meera Patel
Freshfields Bruckhaus Deringer (New York): Peter Lyons, Aly El-Hamamsy, Matthew Herman (alle M&A), Menachem Kaplan (IP), Claude Stansbury (Steuerrecht), Dr. Frank Montag, Rafique Bachour (beide Brüssel; beide Kartellrecht); Associates: Paul Humphreys, Cole Randle (beide M&A), Carryn Vincec (IP), David Mitchell (Steuerrecht), Tom McGrath, Daniel Baker (beide Brüssel; beide Kartellrecht)

Thomas Reuter

Thomas Reuter

Berater Bayer
Inhouse Recht: Dr. Thomas Reuter (M&A), Corinne Morel (M&A), Dr. Paul Fort (Kartellrecht) (alle Leverkusen), Dr. Antje Völker, Marlies Fischer-Albrand (beide Monheim), Andre Roef, Bruno Vanneuville, Dorien Rombouts (alle Belgien), Margaret Keating, John Fred (beide USA), Curtiz Bunz (Kanada).
Inhouse IP: Jan van Rompaey (Belgien), Dr. Frank Gerhards, Ingo Woehrle, Dr. Florian Bottenschein (alle Monheim)
Inhouse Steuern (Leverkusen): Dr. Tobias Kuck, Lars Salzmann, Dr. Burkhard Bogumil
Sullivan & Cromwell (New York/London): Matthew Hurd, Eric Krautheimer, Evan Simpson, Tyler Hill, Tyler Rosenbaum (alle Corporate/M&A), Mehdi Ansahri, Rachel Yu (beide IP), Juan Rodriguez, Steve Holley (beide Kartellrecht)
Cohen & Grigsby (Pittsburgh): Chris Myers
Dentons (Toronto): Mark Mahoney
Redeker Sellner Dahs (Bonn): Dr. Markus Dierksmeier (Corporate), Philipp Hummel (Baurecht), Alexander Leidig (Immobilienrecht; alle Federführung), Bartholomäus Aengenvoort (Baurecht), Dr. Lars Klein (Baurecht), Dr. Jakob Wulff (Corporate), Dr. Stephan Gerstner (Energierecht); Associates: Nina Linder (Corporate), Matthias Flotmann (Corporate), Dr. Christian Zeissler (Öffentliches Recht), Florian van Schewick (Öffentliches Recht)

Berater Syngenta
DLA Piper (Hamburg): Dr. Benjamin Parameswaran – aus dem Markt bekannt
PricewaterhouseCoopers (Steuern) – aus dem Markt bekannt

Markus Dierksmeier

Markus Dierksmeier

Hintergrund: Der Deal wird in weiten Teilen von den großen Inhouse-Teams der Chemieriesen in Ludwigshafen und Leverkusen gesteuert. Der Vertrag unterliegt amerikanischem Recht, weshalb im Wesentlichen externe amerikanische Berater hinzu kamen.

BASF unter Leitung von Reichardt beauftragte für den M&A-Part Freshfields, die gerade zusätzlich zum neu aufgesetzten Panel als weltweiter Berater für strategische Großprojekte berufen wurde. Dafür hatte sich Freshfields in einem Pitch durchgesetzt.

Zwei weitere Kanzleien, die zum Panelkreis von BASF zählen, Dentons und DLA, waren auf Seiten von Bayer (Dentons) und des unterlegenen Bieters Syngenta (DLA) zu sehen.

Bayer setzte unter Federführung ihres Inhouse M&A-Counsels Reuter wie so häufig auf Sullivan. Als deutsche Kanzlei war Redeker, die immer wieder für Bayer tätig ist, für die rechtlich komplexe Separierung chemischer Produktionsanlagen in zwei deutschen Chemieparks zuständig. (Christiane Schiffer)

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