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25.06.2018

Chemiegeschäft: BASF verbündet und vergrößert sich mit Unterstützung von Hogan Lovells und Freshfields

Der Chemiekonzern BASF hat sein Papier- und Wasserchemikaliengeschäft in ein Joint Venture mit dem US-Unternehmen Solenis eingebracht. BASF hält an dem neuen Unternehmen 49 Prozent. Kurz zuvor hatten die Ludwigshafener zudem die sogenannte Digital-Farming-Sparte von Bayer übernommen. Der Deal stand aber unter dem Vorbehalt, dass Bayer Monsanto erwirbt.

Nikolas Zirngibl

Nikolas Zirngibl

In das neue Joint Venture brachte BASF Standorte in Großbritannien, USA, Mexiko, Indien und Australien mit insgesamt 1.300 Mitarbeitern ein. Der bereinigte Umsatz des kombinierten Geschäfts liegt bei 2,4 Milliarden Euro. Die Mehrheit an dem Joint Venture liegt dann bei dem bisherigen Solenis-Eigentümer, dem Private-Equity-Investor Clayton Dubliner & Rice.

Die Übernahme des Bayer-Geschäfts betrifft insgesamt rund 2.500 Mitarbeiter, von denen etwa 150 in Deutschland tätig sind. Bis zu 1,7 Milliarden Euro will BASF, der von dem Leverkusener Konzern zugleich das weltweite Gemüsesaatgut-Geschäft und einige Saatgutbehandlungsmittel erwarb, zahlen. Der Umsatz der Geschäfte lag 2017 bei 745 Millionen Euro. Bayer erhält im Zuge der Transaktion für bestimmte Digital-Farming-Anwendungen eine Rücklizenz. Bis zum Abschluss der Monsanto-Übernahme wird Bayer aber Eigentümer bleiben.

Joint Venture BASF/Solenis

Berater BASF
Inhouse Recht (Ludwigshafen): Dr. Michael Winter (Federführung), Manohar Kamath (Corporate/M&A), Stephan Purps (Kartellrecht), Dr. Sandra Könemann (M&A/Arbeitsrecht), Dr. Jan Milus (Arbeitsrecht)
Inhouse Steuern (Ludwigshafen): Dr. Andreas Teiche
Hogan Lovells (München): Dr. Nikolas Zirngibl (Federführung; Corporate), Dr. Marc Schwede (Kartellrecht; Hamburg), Christian Stoll (IP; Hamburg), Johannes Buntjer (Corporate), Anton Louwinger (Steuern; beide Amsterdam), Dr. Falk Schöning (Brüssel), Joseph Krauss (beide Kartellrecht; Washington), Dr. Falk Loose (München), Tobias Flasbarth (beide M&A; Hamburg), Andreas Thun, Leonie Huisman (Amsterdam; beide Corporate), Gianni De Stefano (Kartellrecht; Brüssel); Associates: Dr. Peter Lang, Thiemo Woertge (beide M&A), Dr. Andreas Eggert (Steuern; alle München), Dr. Jan-Christoph Rudowicz (Kartellrecht; Hamburg), Aafke Pronk, Daan Schuringa, Jamie Tang (alle Corporate; alle Amsterdam), May Lyn Yuen, Jaime Rodriguez Toquero, David Dauchez, Samed Sahin, Sophie Vriezen (alle Brüssel), Suparna S Reddy, Angela Krulc (alle Kartellrecht; beide Washington)

Berater Solenis
Debevoise & Plimpton (New York): Michael Diz (Federführung), Lawrence Cagney, Jeffrey Cunard (Washington), Peter Furci, Gary Kubek, Scott Selinger, Kyra Bromley, Erin Cleary, Stuart Hammer, Timothy McIver (London); Associates: Christopher Anthony, Samantha Berkovits, Joe Binder, Spencer Gilbert, Kevin Grondahl, Anne-Mette Heemsoth (London), Tigist Kassahun, Franklin Mitchell, Alison O’Keefe, Dr. Andrea Pomana (Frankfurt), Ville Rauhala, Helen Tang, Milan Udwatta 

Transaktion BASF/Bayer

Berater BASF
Inhouse Recht (Ludwigshafen): Sascha Reichardt (Federführung), Brendan Jones, Philipp Maurer, Virginia Hennes, Stephan Purps, Sebastian Nardone, Melanie Stevens, Eva Rayle (alle M&A), Alexander Wallon, Stephan Lehmann, Karen Ware, Claudia Ritter; Markus Ebneth (alle IP)
Inhouse Steuern (Ludwigshafen): Marc Binger
Freshfields Bruckhaus Deringer (New York): Peter Lyons, Aly El Hamamsy (beide M&A), Menachem Kaplan (IP), Claude Stansbury (Steuern), Frank Montag, Rafique Bachour (beide Kartellrecht; Brüssel); Associates: Daniel Clarke, Paul Humphreys, Sean Hinton (alle M&A), Thomas McGrath, Daniel Baker (beide Kartellrecht; Brüssel)

Berater Bayer
Inhouse Recht (Leverkusen): Dr. Christian Bank (Leiter M&A), Dr. Johannes Rabus (IT), Dr. Paul Fort (Kartellrecht)
Noerr (München): Dr. Florian Becker (M&A), Dr. Thomas Thalhofer (IT; gemeinsame Federführung), Dr. Maurice Séché (M&A; Düsseldorf), Konrad Zdanowiecki (IT); Associates: Dr. Lisa Guntermann (M&A; Düsseldorf), Dr. Stefanie Hagemeier (IT)

Hintergrund: Für das US-Joint-Venture engagierte BASF mit Hogan Lovells eine ihrer Panel-Kanzleien. Inhousejurist Kamath ist normalerweise in Indien tätig, aber derzeit an den Hauptsitz delegiert. Auch Purps ist erst seit Kurzem in Ludwigshafen. Er war zuvor bei BASF in Berlin tätig.

Der Monsanto-Deal wiederum bringt aufgrund kartellrechtlicher Vorgaben reichlich Bewegung in die Branche, und BASF kauft nicht zum ersten Mal bei Bayer. Zuletzt saßen sich Vertreter beider Unternehmen im Herbst vergangenen Jahres gegenüber, als es um den fast 6 Milliarden schweren Deal rund um Bayers Saatgut- und Pflanzenschutzmittelgeschäft ging.

BASF wurde seinerzeit flankiert von einem nahezu identischen Team von Freshfields.  Bayer wiederum teilte mit, für den jüngsten Verkauf von Crop-Science-Geschäften wieder die rechtliche Beratung von Sullivan & Cromwell, Dentons, Cohen & Grigsby, sowie Redeker Sellner Dahs in Anspruch genommen zu haben. Zudem kamen dieses Mal noch Baker & McKenzie sowie Noerr hinzu. (Astrid Jatzkowski)

 

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