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25.02.2019

Proseat wird japanisch: Arqis bringt Sekisui in den Driverseat bei Automobilzulieferer

Schaumstoffhersteller Recticel hat weitere 49 Prozent an dem deutschen Autositz-Joint-Venture Proseat übernommen. Verkäufer ist die kanadische Woodbridge Foam Corporation, die bislang als Mitgesellschafterin fungierte. In einem zweiten Schritt reichte Recticel 75 Prozent der Proseat-Anteile an den japanischen Kunststoffkonzern Sekisui Plastics weiter.

Christoph von Einem

Christoph von Einem

Das an der belgischen Börse notierte Unternehmen Recticel und Woodbridge mit Sitz im kanadischen Bundesstaat Ontario hatten Proseat 1999 als Joint Venture gegründet. Über dieses belieferten sie Automobilhersteller mit aus Polyurethan gefertigen Sitzpolstern sowie Kopf- und Armlehnen. Die Proseat-Gruppe verfügt aktuell über acht Produktionsstandorte in Europa. Der Hauptsitz ist im hessischen Mörfelden-Walldorf.

Der japanische Kunsttoffkonzern Sekisui Plastics mit Hauptsitz in Osaka ist Teil der Sekisui-Gruppe.

Berater Recticel
White & Case (Brüssel): Muriel Alhadeff, Tim Arndt (Frankfurt); Associates: Thomas Glauden, Nick Hallemeesch, Micha Gersdorf (Frankfurt; alle Corporate/M&A)

Berater Sekisui Plastics
Arqis (Düsseldorf): Prof. Dr. Christoph von Einem, Dr. Shigeo Yamaguchi (beide Federführung), Eberhard Hafermalz, Dr. Meiko Dillmann, Dr. Lars Laeger (alle Corporate/M&A), Dr. Andrea Panzer-Heemeier (Arbeitsrecht), Dr. Ulrich Lienhard (Immobilienrecht), Marcus Nothhelfer (IP & Commercial; München), Dr. Mirjam Boche (W&I Versicherung), Dr. Philipp Maier (IP/Commercial; München); Associates: Mauritz von Einem (Lead Associate; Corporate/M&A/Tax), Dr. Florian Kotman, Elisabeth Falterer (München; beide Corporate/M&A), Dr. Hendrik von Mellenthin, Dr. Markus Schwipper (München; beide Arbeitsrecht), Jennifer Danisch (Immobilienrecht)
Held Jaguttis (Köln): Dr. Simeon Held, Dr. Malte Jaguttis (beide Öffentliches Wirtschaftsrecht/Umweltrecht)
Reysen Competition Advice & Advocacy (Frankfurt): Evelyn Niitväli (Kartellrecht)
Inhouse (Osaka/Japan): Mitsuru Tokushige (Inhouse Counsel) – aus dem Markt bekannt

Berater Woodbridge Foam
Metis (Frankfurt): Dr. Andreas Rasner, Dr. Lars Friske (beide Gesellschaftsrecht/M&A), Dr. Daniel Benkert (Arbeitsrecht/Pensions); Associates: Dr. Felix Dette, Bettine Jankowski (beide Gesellschaftsrecht/M&A)
Rentsch Legal (Prag): Štěpán Kleček (Corporate/M&A) – aus dem Markt bekannt
Inhouse (Mississauga/Kanada): Roland Deschamps (General Counsel) – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Das von Arqis-Partner Yamaguchi geleitete Japan Desk betreut die Sekisui-Gruppe bereits seit über zehn Jahren bei Transaktionen, wie etwa Sekisui Chemical beim Erwerb der Mehrheitsbeteiligung an CPT Chevalier Pipe Technologies 2008 und dem anschließenden Erwerb der Restbeteiligung 2012, sowie bei laufenden Rechtsangelegenheiten der deutschen Gruppengesellschaften.

Hier leitete Arqis ein internationales und multidisziplinäres Anwaltsteam bestehend aus Cuatrecasas (Spanien), Gide (Frankreich), Nauta Dutilh (Belgien), Reynolds Porter Chamberlain (UK) und Dentons (Tschechische Republik, Polen). Neben Arqis-Jurist Mauritz von Einem, der auch als Steuerberater qualifiziert ist, war die Big-4-Gesellschaft Ernst & Young aufseiten von Sekisui in steuerlichen Themen involviert.

Kartellrechtliche Fragen klärte Gründungspartnerin Niitväli von der Kartellrechtsboutique RCAA, mit der Arqis regelmäßig im Transaktionsgeschäft zusammenarbeitet. Für Rückfragen im Öffentlichen Recht greift Arqis wiederum auf das regulierungserfahrene Team der Kölner Boutique Held Jaguttis zurück. Die drei Kanzleien hatten 2018 auch den Spartenverkauf von H.C. Starck an die japanische JX Nippon Mining & Metals unterstützt.

Die Frankfurter Kanzlei Metis kam über eine Empfehlung von Freshfields Bruckhaus Deringer ins Mandat. Der 2010 gegründete Spin-off von Freshfields pflegt weiterhin enge Beziehungen zu den Partnern der Magic Circle-Kanzlei. (Geertje de Sousa)

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