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03.07.2020

Großes Immobilienportfolio: x+bricks kauft mit White & Case 120 Einzelhandelsobjekte

Die Investmentgesellschaft x+bricks hat 120 Einzelhandelsobjekte erworben, die in ganz Deutschland liegen. Verkäufer ist der Immobilienkonzern TLG, an den x+bricks knapp 500 Millionen Euro zahlte. Das Unternehmen sorgte erst im Februar für Aufsehen, als sie gemeinsam mit der russischen SCP Group die Supermarktkette Real kaufte. 

Andreas Lischka

Andreas Lischka

Konkret sei ein Portfolio von Einzelhandelsimmobilien im Wert von rund 190 Millionen Euro und ein weiteres Portfolio für 300 Millionen Euro veräußert worden. Aufgrund des engen Zeitrahmens, in dem die Transaktion stattfand, hat der Käufer für das zweite Portfolio ein Rücktrittsrecht, von dem er bis Ende August Gebrauch machen kann. Der überwiegende Teil der Objekte liegt im Großraum Berlin, in Dresden und in Leipzig. x+bricks erhöht mit den jüngsten Zukäufen ihren Immobilienbestand auf insgesamt 220 Objekte. Nach eigenen Angaben steigt der Wert des Portfolios auf rund eine Milliarde Euro. 

TLG wurde zum Jahresbeginn von Aroundtown übernommen. Im Zuge dessen trennt sich das Unternehmen von Immobilien, die nicht in die Investmentstrategie des neuen Eigentümers passen. Aroundtown ist vor allem im Büro- und Hotelmarkt aktiv, vereinzelt investiert sie auch in Logistikimmobilien. Da Einzelhandelsimmobilien eben nicht im Fokus stehen, hat TLG nach eigenen Angaben weitere Einzelhandelsobjekte im Wert von rund 100 Millionen Euro auf den Markt gebracht.

Berater x+bricks
White & Case (Frankfurt): Andreas Lischka (Kapitalmarktrecht/M&A), Rostyslav Telyatnykov (Immobilienrecht; beide Federführung), Dr. Murad Daghles (M&A/Corporate; Düsseldorf), Endrik Lettau (Immobilienrecht), Gernot Wagner (Kapitalmarktrecht), Dr. Bodo Bender (Steuern), Dr. Thyl Hassler (M&A/Corporate; Düsseldorf), Sebastian Pitz (M&A/Corporate), Dr. Sebastién Seele (Immobilienfinanzierung), Dr. Tim Bracksiek (Steuern); Associates: Sandra D’Ascenzo, Anne-Sophie von Koester, Behnam Yazdani (alle Immobilienrecht), Markus Fischer (Kapitalmarktrecht), Marianna Frenkel (M&A/Corporate), Jeffrey Miller, Irina Sichwardt, Guglielmo Ziani (alle Kapitalmarktrecht), Kathrin Ahting, Christian Crohn, Mathilda Xu (alle Öffentliches Recht; alle Berlin), Dr. Philipp Kynast (Düsseldorf), Gabriele Stark (Hamburg), Kira Kuhnert, Giulia-Francesca Meyer, Laura Steyer, Alexander Hansen-Díaz (alle Frankfurt; alle M&A/Gesellschaftsrecht)
Görg: Andreas Peter (Steuern; München), Oliver Nobel (Immobilienrecht; Frankfurt)

Berater TLG Immobilien
Inhouse Recht (Berlin): Dr. Thorsten Deblitz (General Counsel), Dr. René Schober (Senior Legal Counsel)
Inhouse Steuern (Berlin): Sebastian Prischmann (Leiter Steuern)
Jung & Schleicher (Berlin): Dr. Mathias Jung (Federführung), Dr. Dominik Schneider; Associate: Gregor Noack (alle Immobilienrecht)
P+P Pöllath + Partners (Berlin): Dr. Hardy Fischer, Sören Reckwardt; Associate: Dr. David Hötzel (alle Steuerrecht)

Notar: Dr. Olaf Gerber (Faust Gerber Haines)

Hintergrund: Der Kontakt von White & Case zu x+bricks kam über Kapitalmarktsrechtler Lischka zustande, der das Unternehmen schon während seiner Zeit bei Hengeler beriet. Sein Team setzte sich dann in einem Pitch gegen weitere Kanzleien durch. Sowohl Lischka als auch Immobilienrechtler Telyatnykov, mit dem er sich die Federführung teilte, wurden zum Jahresbeginn zu Partnern ernannt. Daneben war erneut Görg im Mandat der Investmentgesellschaft. Ein Team um den Franfurter Partner Nobel hatte x+bricks erst kürzlich beim Kauf der Supermarktkette Real beraten.

Neben General Counsel Deblitz hat vor allem Senior Legal Counsel Schober den Verkauf maßgeblich gesteuert. Zudem setzte TLG auf die Berliner Immobilienboutique Jung & Schleicher. Deren Namenspartner Jung lernte TLG kennen, als er seine langjährige Mandantin Aroundtown bei der Übernahme von TLG zu Beginn des Jahres beriet. Auch steuerlich setzte das Immobilienunternehmen auf ein bewährtes Team. Steuerchef Prischmann vertraute auf die Pöllath-Berater, mit denen TLG bereits bei der Fusion mit Aroundtown zusammenarbeitete. (Laura Bartels, Daniel Lehmann; mit Material von dpa)

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