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08.12.2005

Hölters landet Vergabe-Coup: Höfler kommt von FPS

Der etablierte Vergaberechts- und PPP-Partner Dr. Heiko Höfler wechselt in Frankfurt von FPS Fritze Paul Seelig zu Hölters & Elsing. Voraussichtlich Anfang des nächsten Jahres kommt der 38-Jährige gemeinsam mit Dr. Hans von Gehlen (41) und Dr. Peter Braun (33). Von Gehlen, Immobilienrechtler mit Vergabe-Know-how, war bislang Salary Partner bei FPS, PPP-Spezialist Braun Associate.

Höfler war vor knapp sechs Jahren gemeinsam mit von Gehlen vom Frankfurter Büro von Heiermann Franke Knipp zu FPS gewechselt, wo er den Aufbau einer bekannten Vergaberechtspraxis vorantrieb, die sich auch im PPP-Geschäft gut entwickel. Mandanten waren in diesem Jahr beispielsweise EADS im Nachprüfungsverfahren um die Bündelfunkvergabe des Düsseldorfer Flughafens, das er gemeinsam mit FPS-Partnerin Dr. Evelyn Haren bearbeitete; außerdem die Stadt Mühlheim a.d.R. im millionenschweren Immobilienprojekt Ruhrbania und die Stadt Frankfurt im Rahmen der erwogenen Fraspa-Privatisierung.

„Die Beratung in interdisziplinär angelegten Privatisierungs- und Vergabeprojekten verlangt auch ein hohes Maß an gesellschaftsrechtlicher Transaktionskompetenz“, so Höfler. „Hölters & Elsing bietet insoweit die ideale Plattform unseres bisherigen Beratungsansatzes.“ Hölters verspricht sich von den Kontakten Höflers eine Stärkung des kommunalen M&A-Geschäfts. Zwar verlor die Kanzlei zum Dezember mit Dr. Detlef Koch einen Frankfurter Corporate-Partner an Aderhold von Dalwigk Knüppel. Insbesondere in Düsseldorf jedoch ist die Kanzlei im Gesellschaftsrecht stark.

Durch die Neuzugänge hat das Frankfurter Büro einen Schwerpunkt in den Feldern Vergabe und Privatisierung/PPP. Denn mit Dr. Andrés Martin-Ehlers befindet sich dort bereits ein Partner, der neben Kartell- und Beihilferecht auch im Vergaberecht berät.

Bei FPS kommt wegen des Wechsels keine Unruhe auf. „Wir sehen das sehr entspannt“, sagte Dr. Robin Fritz, geschäftsführender FPS-Partner in Frankfurt. „Es sind weiterhin zwei Vergabepartner sowie elf Associates hier. Das gesamte Vergabeteam mit Ausnahme von Dr. Höfler und Dr. Braun ist weiter an Bord.“ Die Trennung erfolge in bestem Einvernehmen, so Fritz. Einstellungen als Folge des Wechsels schloss er aus. „Wir sind nicht auf personellen Zuwachs angewiesen, um unsere sehr gute Markposition zu halten.“ (Till Mattes)

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