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15.03.2007

Düsseldorf: Spin-off bei Taylor Wessing

Die drei Düsseldorfer Taylor Wessing-Partner Dr. Achim Glade (37), Dr. Markus Wirtz (36) und Dr. Arndt Michel (35) werden die Kanzlei verlassen. Die Gesellschafts- und Kartellrechtler machen sich unter dem Namen Glade Michel Wirtz selbstständig. Der genaue Zeitpunkt ihres Ausscheidens stand bei Redaktionsschluss nicht fest, zur Zeit finden noch Gespräche mit Taylor Wessing über Formalitäten und Details statt.

Die neue Kanzlei will sich ausschließlich auf die Bereiche Gesellschafts- und Kartellrecht konzentieren. „Wir danken unseren Partnern bei Taylor Wessing für eine sehr lehrreiche und prägende Zeit mit hoch anspruchsvollen, interessanten Mandaten und Aufgaben“, sagte Glade. „Jetzt jedoch sind die Zeit und der Markt reif, eigene Wege zu gehen.“

Alle drei Partner waren 2003 mit nur wenigen Monaten Abstand von Hengeler Mueller in das Düsseldorfer Taylor Wessing-Büro gekommen. Der Gesellschaftsrechtler Glade und der Kartellrechtler Wirtz waren Anfang 2005 zu Equity-Partnern ernannt worden, der Corporate- und Restrukturierungsexperte Michel war seit 2004 Fixed-Share-Partner.

Die jetzige Entwicklung bedeutet einen Verlust für die Corporate- und Kartellrechtspraxis von Taylor Wessing. Insbesondere Glade hat sich in seiner Zeit bei Taylor Wessing in beachtlichem Tempo einen guten Ruf bei M&A-Transaktionen aufgebaut. Wirtz hat die Entwicklung der Kartellrechtspraxis wesentlich vorangetrieben. Gemeinsam hatten die Partner 2005 die HVB-Tochter Westfalenbank beim Verkauf zweier Geschäftsbereiche an Merck Finck & Co. und Fortis Investments beraten.

„Wir hätten uns gewünscht, dass unsere jungen Kollegen den sehr erfolgreichen Weg unserer Sozietät mit uns weiter gegangen wären, respektieren aber selbstverständlich ihre Entscheidung“, sagte Dr. Wolfgang Rehmann, deutscher Managing Partner bei Taylor Wessing. „Bei der Umsetzung ihres sehr ehrgeizigen Vorhabens, ihre Tätigkeit in eigener Kanzlei in einem Markt fortzusetzen, auf dem sich neben uns viele erfahrene Wettbewerber bewegen, wünschen wir unseren jungen Kollegen die notwendige Fortune.“

Die deutsch-englische Kanzlei hatte in den vergangenen dreieinhalb Jahren fast 40 junge Quereinsteiger – vor allem für den Ausbau ihrer Büros in Düsseldorf und Frankfurt – dazu geholt. Davon hatten bislang nur eine Handvoll die Kanzlei wieder verlassen.

Im Düsseldorfer Büro arbeiten nach dem Weggang noch rund 20 Berufsträger im Bereich Corporate. Im Kartellrecht soll in Kürze ein Partnerquereinsteiger aus einer renommierten deutschen Kartellpraxis hinzukommen. (Christine Albert)

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