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15.10.2009

Bewegung: Drei Schiedermair-Partner gehen, ein IP/IT-Partner kommt

Zum Jahreswechsel scheiden bei der Frankfurter Kanzlei Schiedermair drei Partner aus und gründen eine Notariatsboutique. Dr. Peter Gamon (54), Dr. Axel Hofmann (66) und Dr. Dagmar Meidrodt (44) firmieren voraussichtlich unter Gamon. Neben den Abgängen kann Schiedermair aber auch einen Zugang vermelden, ebenfalls zum Januar kommt der IP/IT-Rechtler Robert Löhr (43) von der Mannheimer Kanzlei Wagner.Gamon, Anwalt und in Frankfurt seit Langem als etabliert geltender Notar, war Ende 2005 von Salger zu Schiedermair gewechselt. Davor war er bis 2004 rund zehn Jahre Partner bei Linklaters beziehungsweise deren Vorgängerkanzleien.

Hofmann, ebenfalls Notar und vor seiner Zeit bei Schiedermair Partner bei Coudert Schürmann, war zusammen mit Gamon zu Schiedermair gekommen. Der Schwerpunkt der beiden erfahrenen Partner liegt in der notariellen Begleitung von Transaktionen.

Dagmar Meidrodt ist seit 2001 Partnerin bei Schiedermair, davor war sie Associate bei Oppenhoff & Rädler in Frankfurt. Die Anwältin, die ihren Schwerpunkt im Erbrecht hat, strebt ebenfalls das Notaramt an.

„Wir trennen uns im besten Einvernehmen von Schiedermair Rechtsanwälte“, sagte Gamon. „Die Motivation für unseren Wechsel ist der Wunsch, uns strategisch auf das Notariatsgeschäft auszurichten. Das lässt sich am besten in einer unabhängigen Boutique umsetzen.“

„Wir verstehen das von Herrn Dr. Gamon, Herrn Dr. Hofmann und Frau Dr. Meidrodt präferierte Geschäftsmodell der Notarboutique, wir wünschen ihnen für die Zukunft alles Gute“, sagte Dr. Franz-Josef Kolb, geschäftsführender Partner von Schiedermair. „Unser Notariat, namentlich das dort gebündelte Know-how und die starke Verbindung zur unternehmerischen Klientel, erfährt durch die Abgänge aber keine Beeinträchtigung, auch in unseren Kernarbeitsfeldern entstehen dadurch keine Lücken“, so Kolb weiter.

Bei Schiedermair verbleiben im Notariat noch die beiden Partner Dr. Annegret Bürkle (51) und Dr. Heinrich Geddert (60). Im Gegensatz zu Gamon und Hofmann besteht ihr notarielles Geschäft hauptsächlich in der Begleitung von Unternehmen, die die Kanzlei auch anwaltlich betreut.

Als Partner einsteigen wird bei Schiedermair zum Jahreswechsel Robert Löhr, der von der Mannheimer Kanzlei Wagner kommt. Löhr war Anfang 2005 aus dem Frankfurter Büro von Clifford Chance nach Mannheim gewechselt. In seiner Zeit bei Clifford war er über acht Jahre im IT-Recht tätig, seit 2001 als Salary-Partner.

Löhr betreut in IP/IT-Fragen eine bundesweite Mandantschaft, darunter im Telekommunikations- und IT-Recht sowie im Gewerblichen Rechtsschutz und im Litigation-Bereich. Damit ergänzt Löhr die Praxis von IT-Rechtler Dr. Christopher Breith, der im März von Haarmann kam.

Erst zum September hatte Schiedermair zudem die Steuerspezialistin Annett Wenzel als Partnerin von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Estha gewonnen. Zeitgleich wurde allerdings auch bekannt, dass der Gesellschaftsrechtspartner Dr. Wulf Merkel die Kanzlei verlässt und zu Luther wechselt. (Christopher Tod)

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