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03.11.2010

JUVE Awards 2010: Die Gewinner

Der JUVE Verlag hat zum siebten Mal die Preise für die Anwaltskanzleien und Inhouse-Teams des Jahres verliehen. Gewinner der Kategorie JUVE Kanzlei des Jahres 2010 ist Gleiss Lutz. Als Inhouse-Team des Jahres zeichnete die JUVE-Redaktion die Rechtsabteilung von ThyssenKrupp aus.  Bilder von der Preisverleihung und der anschließenden Feier finden sie hier […]

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Ulrich Herrmann (AnNoText) überreichte den Award an Rainer Loges (Gleiss Lutz).

Die JUVE Awards 2010 wurden in insgesamt 17 verschiedenen Kategorien an 14 Kanzleien und 3 Inhouse-Teams aus Unternehmen für ihre Arbeit im vergangenen Jahr vergeben. Durch die festliche Galaveranstaltung in der Frankfurter Alten Oper führte diesmal die Moderatorin Annabelle Mandeng. Rund 1.000 Gäste aus Kanzleien, Unternehmen und von juristischen Dienstleistern waren auf Einladung von JUVE gekommen und verfolgten gespannt die Bekanntgabe der Sieger. 

In der Laudatio für die „Kanzlei des Jahres“ hieß es: „Die gewohnte fachliche Exzellenz gepaart mit einer entschlossenen Strategie. Das sind die Schritte, die Gleiss an die Marktspitze führen.“ Gleiss Lutz habe ihre ohnehin schon starke Corporate-Praxis noch erweitert, so die Begründung der JUVE-Redaktion. Dabei habe die Kanzlei die Konkurrenz gleich mehrfach überrascht: Der neue Standort in Düsseldorf, die Fusion mit den Hamburger Rittstieg-Anwälten und die Aufnahme mehrerer Quereinsteiger seien mutige und weitsichtige Schritte.

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Daniela Rossa-Heise (Boege Rohde Luebbehuesen) nimmt den Award von Gerrit Meincke (Foris) entgegen.

Als „Kanzlei des Jahres für den Mittelstand“ zeichnete die JUVE-Redaktion Boege Rohde Luebbehuesen aus Hamburg aus. Sie habe gezeigt, wie man eine erfolgreiche Kanzlei für den Mittelstand aufbaue. „Die Stärken ausbauen und dorthin gehen, wo die Mandanten sitzen“, hieß es in der Laudatio. Nur wenige Hamburger Kanzleien hätten sich bis heute vor die Mauern der Hansestadt gewagt. Boege Rohde dagegen habe ihre Kontakte in Niedersachen strategisch ausgebaut. Der Schlüssel zur Beratung des Mittelstands sei der multidisziplinäre Ansatz der Kanzlei.

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Große Freude bei Tobias Wahl von Anchor (rechts).

Der Gründerzeit-Award ging an die Insolvenzrechtsboutique Anchor. Mit dem Preis werden Kanzleien ausgezeichnet, die in ihrer derzeitigen Aufstellung erst seit maximal drei Jahren am Markt sind. Bereits in dieser kurzen Zeit habe Anchor, deren Gründer das Sanierungsgeschäft bei der Kanzlei Wellensiek gelernt haben, den Durchbruch geschafft. Gestartet als Spin-off im Herbst 2007 in München und Mannheim, kam ein halbes Jahr später der Standort Ulm hinzu und sorgte 2010 für das erste große Insolvenzverfahren, den Maschinenbauer Maka Max Mayer, hieß es in der Laudatio. Mit jungen Associates werde der nachhaltige Personalaufbau heute vorangetrieben. Der Nachwuchs finde ein schlüssiges Karrierekonzept und ein transparentes Aufstiegsmodell vor, das Anchor von Wettbewerbern abhebe, urteilte die JUVE-Redaktion

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Thomas Kremer (rechts) nahm die Auszeichnung für das Inhouse-Team von ThyssenKrupp in Empfang.

Zudem ehrte JUVE wie gewohnt auch Rechtsabteilungen. Die Auszeichnung Inhouse-Team des Jahres ging an die Inhouse-Juristen von ThyssenKrupp. „Sie machten aus der Not eine Tugend“, hieß es in der Laudatio. Chefjurist Thomas Kremer habe nicht nur den Konzernumbau begleitet, sondern sein eigenes Team mit Weitsicht durch die Krise gebracht. Dabei hätten die Inhouse-Juristen große Deals wie den Verkauf von Blohm + Voss selbstbewusst abgewickelt. Weitere Awards gingen an die Rechtsabteilungen von Volkswagen (Inhouse-Team des Jahres für M&A) und Alba (Inhouse-Team des Jahres für Regulierte Industrien).

Nicht zuletzt waren die JUVE Awards auch in diesem Jahr eine Wohltätigkeitsveranstaltung. Der Verlag hatte die geladenen Kanzleien zu Spenden für zwei Projekte aufgerufen, die sich dafür einsetzen, benachteiligten Jugendlichen mit kultureller und künstlerischer Arbeit neue Perspektiven zu vermitteln. Insgesamt konnten 144.400 Euro übergeben werden. Ein Teil des Geldes ging an die Schriftstellerin Mirijam Günter für ihre Projekt Literaturwerkstätten. Gemeinsam mit der Jugendkunstschule Köln soll Menschen Literatur nähergebracht werden, die sonst wahrscheinlich keine Berührung damit hätten, wie Jugendliche in Förder- und Hauptschulen oder Gefängnissen. Zudem erhielt die KinderKulturKarawane einen Teil des Spendengeldes. Die Organisation bietet Kindern und Jugendlichen aus aller Welt die Möglichkeit, in Deutschland aufzutreten. Mit den Einnahmen aus der Tour können sie soziale Projekte in ihrer Heimat unterstützen. (Geertje Oldermann)

Bilder von der
Preisverleihung und der anschließenden Feier finden sie hier […]


JUVE Kanzlei des Jahres: Gleiss Lutz

Kanzlei des Jahres für den Mittelstand: Boege Rohde Luebbehuesen

Gründerzeit-Award: Anchor

Kanzlei des Jahres für Arbeitsrecht: Küttner

Kanzlei des Jahres für Bank- und Finanzrecht: Ashurst

Kanzlei des Jahres für Dispute Resolution: Noerr

Kanzlei des Jahres für IP: Hoffmann Eitle

Kanzlei des Jahres für Kartellrecht: Gleiss Lutz

Kanzlei des Jahres für M&A: Noerr

Kanzlei des Jahres für Medien: Olswang

Kanzlei des Jahres für den Öffentlichen Sektor: White & Case

Kanzlei des Jahres für Regulierte Industrien: Clifford Chance

Kanzlei des Jahres für Restrukturierung: Gleiss Lutz

Kanzlei des Jahres für Steuerrecht: Allen & Overy

Inhouse-Team des Jahres: Thyssen Krupp

Inhouse-Team des Jahres für M&A: Volkswagen

Inhouse-Team des Jahres für Regulierte Industrien: Alba

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