Artikel drucken
15.01.2016

Familiensache: Münchner GSK-Team macht sich selbstständig

Dr. Christian Waigel (48), bislang Partner bei GSK Stockmann + Kollegen, hat die Kanzlei zusammen mit fünf weiteren Anwälten zum Januar verlassen. Alle waren zuvor im Münchner GSK-Büro tätig, unter ihnen der ehemalige Bundesfinanzminister und Waigels Vater, Dr. Theo Waigel (77), sowie der Salary-Partner Sebastian Wintzer (38). Zusammen mit den beiden Namenspartnern der Münchner Kanzlei Klotz und Waigel gründeten sie nun die Sozietät Waigel.

Christian Waigel

Christian Waigel

Bei den beiden Mitgründern handelt es sich um Waigels Ehefrau, Renate Waigel (48), und Thomas Klotz (48). Während Renate Waigel im Erbrecht und zu Vermögensnachfolge berät, hat sich Klotz auf das Immobilien- und Baurecht fokussiert. Die sechs Berufsträger, die von GSK in die neue Kanzlei stoßen, legen hingegen alle ihren Schwerpunkt auf das Bank- und Kapitalmarktrecht.

Als Team arbeiteten die GSK-Anwälte bereits seit mehreren Jahren zusammen. Neben Christian und Theo Waigel als of Counsel sowie Wintzer sind Peter Schmidhuber (84) und Alexander Radwan (50) sowie der Associate Dr. Otto Bornschlegl (36) Teil der neuen Einheit. Schmidhuber und Radwan waren bei GSK als of Counsel tätig. Mittelfristig soll die neue Kanzlei durch die Ergänzung eines weiteren Rechtsgebiets wachsen.

Christian Waigel erfüllt sich mit der Gründung den Wunsch, wieder in einer kleineren Sozietät, einem Familienunternehmen, tätig sein zu wollen. Genau das ist GSK nicht mehr: Seit der Gründung der Kanzlei 1997 ist sie auf rund 130 Berufsträger gewachsen. Zudem stellte sich GSK im vergangenen Jahr mit ihren internationalen Partnerkanzleien unter ein gemeinsames Markendach: Als Broadlaw-Group treten die Kanzleien gemeinsam bei internationalen Pitches auf.

Bei GSK verbleiben nach dem Abgang des Teams in der bundesweiten Bank- und Finanzrechtspraxis 27 Berufsträger, davon 11 Partner. Für GSK ist der Bereich besonders wichtig für ihr anvisiertes internationales Wachstum. Beide Seiten betonen, die Trennung sei sehr freundlich gewesen. Auch künftig wolle man eng zusammenarbeiten. (Christin Nünemann)

  • Teilen