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17.12.2019

Sportrecht: Winheller verstärkt sich mit Experten von Sonntag & Partner

Winheller wächst zum Jahreswechsel in Frankfurt mit dem Steuerberater und Gesellschaftsrechtler Dr. Thomas Dehesselles. Der 52-Jährige kommt von Sonntag & Partner, wo er seit 2012 als Partner tätig ist. Bei der auf das Gemeinnützigkeits- und Stiftungsrecht spezialisierten Frankfurter Kanzlei soll Dehesselles, der vor allem im Bereich Fußballsport bekannt ist, die sportrechtliche Schnittstelle stärken. Sonntag wird mit dem Weggang ihr Büro in Frankfurt schließen.

Thomas Dehesselles

Thomas Dehesselles

Dehesselles hat sich insbesondere auf die Ausgliederung von Profiabteilungen von Fußballvereinen spezialisiert. Zu seinen Mandanten zählen Vereine der ersten und zweiten Fußball-Bundesliga, wie beispielsweise der VfB Stuttgart. Daneben berät er seine Mandanten umfassend auch zur Bewirtschaftung ihrer Stadien. Vor seiner Zeit bei der bayrischen MDP-Kanzlei Sonntag war Dehesselles rund zehn Jahre bei Arnecke Siebold (heute Arnecke Sibeth Dabelstein) tätig. Seine Karriere hatte er bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG begonnen, später folgte noch eine Station bei Beiten Burkhardt. 

Bei Winheller steigt Dehesselles nicht als Equity-Partner ein. Die Kanzlei firmiert als Anwalts-GmbH mit einem Gesellschafter, Stefan Winheller. Mit Dehesselles stärkt die Kanzlei vor allem die von Johannes Fein geführte Beratung im Gemeinnützigkeitsrecht, in der insgesamt 13 Berufsträger tätig sind. In diesem Feld, das Dehesselles mit seiner Erfahrung und seinen Kontakten ausbauen helfen soll, gehören auch Sportvereine zu den Mandanten der Kanzlei.

Aber auch der stiftungsrechtlichen Beratungspraxis von Boris Piekarek soll Dehesselles stärken. Die Praxis musste im Sommer einen Verlust hinnehmen, als die erst kurz zuvor von Weil Gotshal & Manges gewechselte Dr. Elizabeth Kroeger plötzlich verstarb. Insgesamt sind im Bereich Nachfolge, Vermögen und Stiftungen neun Berufsträger tätig, darunter auch Namenspartner Winheller.

Für Sonntag bedeutet der Weggang von Dehesselles, dass sie im Sportrecht nicht mehr umfassend beraten können. Mit Dr. Andreas Katzer verbleibt in der Praxis aber noch ein Partner, dessen Arbeit im Sportrecht vor allem arbeitsrechtlich geprägt ist. Das Frankfurter Büro, das 2012 mit dem Zugang von Dehesselles eröffnet worden war, schließt die Kanzlei nun. Der Sprotrechtler war der einizige Berufsträger vor Ort. (Martin Ströder)

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