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14.12.2018

Neu aufgezogen: Continental greift mit Linklaters und Ethos Legal nach Reifen John

Der Reifenhersteller Continental hat sich die Reifen- und Autowerkstattkette Reifen John gesichert. Die Eigentümerfamilie um Peter John gibt damit sämtliche Niederlassungen ab, 21 in Österreich und 11 in Bayern. Ein Abschluss des Verkaufs ist für das 1. Quartal 2019 vorgesehen, wenn die kartellrechtlichen Freigaben vorliegen.

Wolfgang Krauel

Wolfgang Krauel

Der deutsche Reifenproduzent Continental behält die Marke Reifen John zunächst bei, gliedert die Standorte in Österreich jedoch in seine hiesige Tochter Profi Reifen und Autoservice ein. Sie betreibt bereits 42 Filialen in Österreich. Die bayrischen Niederlassungen gehen an die deutsche Werkstatttochter Vergölst, die im Nachbarland etwa 450 Standorte hat und 2.500 Mitarbeiter beschäftigt. Rund die Hälfte der Vergölst-Filialen sind Franchise-Betriebe.

Reifen John beschäftigte zuletzt rund 400 Mitarbeiter. Das Unternehmen geht auf eine Firmengründung in Děčín im Jahr 1926 zurück. 1948 startete die Familie das Unternehmen in Freilassing neu, seit 1965 war es in Österreich aktiv.

Antriebssparte vor Börsegang

Continental hatte bereits 2015 die Handelskette Eska aufgekauft. Für 2019 plant der Konzern, seine Antriebssparte an die Börse zu bringen. Mit den Mitteln aus dem Börsegang könnte der Reifenhersteller weitere Zukäufe angehen. Bereits jetzt wäre der Konzern in der Lage, bis zu fünf Milliarden Euro für Transaktionen auszugeben, so Finanzchef Wolfgang Schaefer in der Börsenzeitung aus Frankfurt. Im Blick hat Continental zukünftig vor allem Software- und IT-Firmen.

Berater Continental
Linklaters: Dr. Wolfgang Krauel (Federführung; Corporate/M&A; München), Dr. Bernd Meyring (Kartellrecht; Brüssel); Associates: Lukas Solek (Kartellrecht Österreich), Sînziana Ianc, Carmen Appenzeller (Kartellrecht Deutschland; alle Brüssel), Sebastian Klingen (Düsseldorf), Lea Wurm (Corporate/M&A; München) – aus dem Markt bekannt
Schweibert Leßmann (Frankfurt): Dr. Rüdiger Hopfe, Priscilla Ries (beide Arbeitsrecht) – aus dem Markt bekannt
Zacherl Schallaböck Proksch Manak Kraft (Wien): Wolfgang Zacherl (Federführung); Associates: Katharina Huber, Agnes Höller (alle Corporate; letztere Rechtsanwaltsanwärterin) – aus dem Markt bekannt
Inhouse Recht (Hannover): Michelle de Souza (Head of Law Mergers & Acquisitions), Matthias Wenk (Senior Counsel Law Mergers & Acquisitions), Steffen Geisler (M&A Commercial)

Sebastian Kellermayr

Sebastian Kellermayr

Berater Gründerfamilie John
K.B.L Kellermayr Business Law (Wien): Sebastian Kellermayr (Corporate/M&A)

Hintergrund: Für den früheren DLA-Anwalt Sebastian Kellermayr ergab sich das Mandat über bestehende Kontakte zur Eigentümerfamilie John. Der Gesellschaftsrechtler und M&A-Anwalt startete seine eigene Kanzlei Anfang 2013. Für Belange des deutschen Rechts griff Kellermayr auf Wiener Kollegen zurück, die auch in Deutschland zugelassen sind.

Continental mandatierte in den vergangenen Jahren in Transaktionen verschiedene Kanzleien. Linklaters-Partner Wolfgang Krauel beriet den Autohersteller 2018 unter anderem bei der Kooperation mit Osram. Beim Kauf der Automotive-Sparte von Kathrein war dagegen Shearman & Sterling zum Zug gekommen. Die österreichische Fusionskontrolle bearbeitete im Brüsseler Büro der frühere Schönherr-Jurist Lukas Solek.

Im Arbeitsrecht war bei dem Kauf die Spezialkanzlei Schweibert Lessmann mandatiert. Partner Dr. Rüdiger Hopfe begleitete die Continental-Tochter Vergölst bereits bei der Eska-Transaktion. 

In Österreich setzte das Großunternehmen auf die Kanzlei Zacherl Schallaböck Proksch Manak Kraft, die seit rund einem Jahr am Markt ist und unter Ethos Legal firmiert. Ihr gehören neben den fünf Partnern auch ein Anwalt und vier Anwärter an, Wolfgang Zacherl und Katharina Huber kamen im Sommer von der Kanzlei Neudorfer. (Raphael Arnold)

Aktualisiert am 20. Dezember 2018

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