Artikel drucken
29.09.2005

Klage gegen Zementkartellanten

Die CDC Cartel Damage Claims S.A. hat nach mehrjähriger Vorbereitung im August Klage gegen die drei Zementhersteller Dyckerhoff, Lafarge und Cemex (vorm. Readymix) erhoben. CDC wirft den Unternehmen vor, Zementabnehmer durch langjährige Preisabsprachen geschädigt zu haben.

Das Bundeskartellamt hatte schon 2003 hohe Bußgelder gegen mehrere namhafte Unternehmen verhängt. Mit der jetztigen Klage werden Schadensersatzansprüche in Höhe von 136 Millionen Euro geltend gemacht. CDC hat dafür von verschiedenen Käuferunternehmen Forderungen erworben. Zunächst geht es noch um einen Antrag auf Ermäßigung des Streitwerts, um das Kostenrisiko zu begrenzen. (AN)

Vertreter CDC
Oppenländer Rechtsanwälte (Stuttgart): Dr. Albrecht Bach

Vertreter Dyckerhoff
Morgan Lewis (Frankfurt): Dr. Christian Zschocke

Vertreter Cemex (vorm. Readymix)
Nörr Stiefenhofer Lutz (Berlin): Dr. Katrin Westermann

Vertreter Lafarge
Brake & Scholz (Freiburg): Martin Scholz

Alle Anwälte sind aus dem Markt bekannt. Mehrheitsaktionär und Gründer der Cartel Damage Claims S.A. (einer Aktiengesellschaft nach belgischem Recht) ist Dr. Ulrich Classen von Classen Rechtsanwälte aus Kaiserslautern. Ebenso wie er Mitglied des Verwaltungsrats und Aktionär ist der Brüsseler Anwalt Frank Weinand von der Kanzlei De Wolf & Associés. De Wolf ist die belgische Kooperationskanzlei von Osborne Clarke. Dyckerhoff und Lafarge arbeiten im Rahmen der jetzigen Klage mit den Kanzleien zusammen, die auch schon in dem Bußgeldverfahren des Bundeskartellamts mandatiert waren. Readymix hingegen wurde damals von der Berliner Kanzlei Jacobsen Rechtsanwälte vertreten (JUVE 06/03).

  • Teilen