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26.01.2007

Architekten gewinnen gegen Deutsche Bahn

Die Deutsche Bahn muss den Lehrter Bahnhof entsprechend den Architektenplänen des Büros gmp umbauen. Dies entschied das Berliner Landgericht.Die beiden Architekten Prof. Dr. Meinhard von Gerkan und Jürgen Hillmer, beide Partner bei gmp, hatten wegen Verletzung des Urheberrechts (Verstoß gegen das so genannte Entstellungsverbot) geklagt.

Die Bahn hatte die Flachdecken des neuen Berliner Hauptbahnhofs von einem dritten Architekten gestalten lassen und damit die gmp-Pläne nachhaltig verändert. Von Gerkan hatte Gewölbedecken vorgesehen. Nach Angaben der Bahn würden sich die Umbaukosten auf bis zu 40 Millionen Euro belaufen und drei Jahre dauern. Die Bahn hat bereits Berufung angekündigt. (Astrid Jatzkowski)

Vertreter von Gerkan
Zenk (Hamburg): Alexander Baden

Vertreter Deutsche Bahn
Wilhelm Rechtsanwälte (Berlin): Ernst Wilhelm
CMS Hasche Sigle (Berlin): Prof. Dr. Winfried Bullinger

LG Berlin, 16. Zivilkammer (Wettbewerbskammer)
Dr. Peter Scholz (Vorsitzender Richter)

Zenk-Anwalt Baden gilt als einer der renommiertesten Architektenrechtler und hat gmp auch schon zuvor vertreten. Wilhelm wiederum ist vor allem in Berlin eine feste Größe bei baurechtlichen Fragen. Er wechselte Anfang Dezember zu Heiermann Franke Knipp (JUVE 12/06), wickelte dieses Mandat aber noch in seiner gemeinsam mit seinem Bruder geführten Kanzlei ab.

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