Insgesamt zeigen sich die Anwärterinnen und Anwärter von EY Law in der JUVE-Konzipientenumfrage zufrieden mit ihrem Arbeitgeber. So loben die Teilnehmenden explizit das „internationale Arbeitsumfeld“. Auch mit der IT-Ausstattung und dem Betriebsklima sind die Konzipientinnen und Konzipienten überdurchschnittlich zufrieden. „Sehr angenehmes Klima, man bekommt früh Verantwortung und hilfreiches inhaltliches Feedback von den jeweiligen Anwälten“. Auch, dass „Homeoffice gelebt“ wird und nicht nur auf dem Papier steht, kommt bei den Teilnehmenden gut an.
Trotzdem würden einige der Befragten für mehr Freizeit bzw. die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf in ein Unternehmen oder eine Behörde wechseln. Dabei arbeiten die Teilnehmenden laut Umfrage nicht länger als ihre Kolleginnen und Kollegen aus anderen Kanzleien – im Gegenteil: Während diese im Schnitt 51 Stunden in der Woche arbeiten, verbringt der Nachwuchs bei EY Law durchschnittlich eine Stunde weniger am Schreibtisch.
Dass die Befragten sich mit ihrem Gehalt weniger zufrieden zeigen und sich in der Vergangenheit mehr Transparenz wünschten, hat die Kanzlei zum Anlass genommen, ihr Vergütungssystem anzupassen. 2025 schaffte sie den Bonus ab und erhöhte stattdessen die Grundgehälter für alle. Die Möglichkeit, in besonders stressigen Zeiten etwas on top zu verdienen, bietet EY Law ihrem Nachwuchs indes trotzdem: Wer mehr als 1.800 Billable Hours erreicht, erhält einen sogenannten Superbonus.
Eher zufrieden bis zufrieden sind die Teilnehmenden mit der Ausbildung für die Rechtsanwaltsprüfung (RAP) und den Weiterbildungsangeboten. Tatsächlich bietet die Kanzlei durch das EY-Netzwerk eine sehr breite Palette an Workshops, Seminaren und Networking-Möglichkeiten und deckt dabei auch die Bereiche Soft Skills und Management ab. Neben den klassischen Maßnahmen (Training on the Job, Feedback, AWAK-Seminare) gibt es verschiedene Formate zur Vorbereitung auf die RAP. So geben etwa junge Anwälte ihre Erfahrungen und Tipps für die Prüfung in Workshops an den Nachwuchs weiter. Die Anregung der eigenen Konzipienten, Coachings zur Verhandlungstaktik vor Gericht zu bieten, nahm die Kanzlei auf. Vereinzelt gibt es jedoch auch Kritik an mangelnder Unterstützung beim beruflichen Aufstieg. Zudem scheinen Weiterbildungen und Spezialisierungen je nach Team und Partner unterschiedlich gefördert zu werden.