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06.11.2015

Insolvenzverwaltung: Tiefenbacher-Partner wechselt zu Reinhardt

Der Insolvenzverwalter Marcello Di Stefano (51) ist zum November von der Kanzlei Tiefenbacher zu Reinhardt & Kollegen in Erfurt gewechselt. Dort stieg er als geschäftsführender Gesellschafter ein. Zugleich erweiterte Reinhardt den Gesellschafterkreis mit Steffen Zerkaulen (50), der dort seit Jahren als Anwalt und Insolvenzverwalter tätig ist.

Marcello Di Stefano

Marcello Di Stefano

Di Stefano ist seit rund 15 Jahren im Insolvenzrecht tätig und wird von verschiedenen Gerichten im Osten Deutschlands als Insolvenzverwalter beauftragt. Bei Tiefenbacher hatte er sich zuletzt um grenzüberschreitende Fragen gekümmert und unter anderem eine internationale Praxisgruppe für Insolvenzrecht ins Leben gerufen, die an das Kanzleinetzwerk Alfa International angeschlossen war. Als Verwalter wurde er etwa 2013 in Mühlhausen für die Metallbaufirma Gattner bestellt. 2014 kümmerte er sich als Sanierungsgeschäftsführer um das Digitaldruckunternehmen Koebcke in Berlin, das eine Insolvenz in Eigenverwaltung durchlief.

Die Kanzlei Reinhardt zählt acht Anwälte und unterhält sieben Standorte in Thüringen, Sachsen und Bayern. „Wir haben jetzt ein deutlich schärferes Profil und mehr Kapazität für bearbeitungsintensive Großverfahren und sind in der Lage, auch komplexe Sanierungen innerhalb von großen Unternehmensstrukturen umzusetzen“, sagte Kanzleigründer Volker Reinhardt. Vor allem die Sanierungsberatung soll weiter ausgebaut werden.

Bei Tiefenbacher zählt das Verwalterteam nach Di Stefanos Wechsel neun Berufsträger. Die Kanzlei mit insgesamt rund 45 Anwälten hat ihren traditionellen Schwerpunkt in Heidelberg. Doch vor allem der Dresdner Partner Frank-Rüdiger Scheffler machte in den vergangenen Jahren mit großen Verfahren von sich reden. So ist er seit zwei Jahren im Zusammenhang mit der Infinus-/Future-Business-Insolvenz in Dresden für einige große Gesellschaften zuständig, unter anderem die Prosavus-Gruppe. Ende Juli 2015 bestellte ihn das Amtsgericht Offenbach zum Verwalter der Kapitalanlagegesellschaft Faktum Finance, die nach einer Intervention der BaFin einen Antrag gestellt hatte. (Markus Lembeck)