JUVE spricht mit … Dr. Stefan Duhnkrack von Heuking Kühn Lüer Wojtek

Im Februar ist der Hamburger Dr. Stefan Duhnkrack von den Partnern seiner Kanzlei Heuking Kühn Lüer Wojtek neu in den Managementausschuss der Sozietät gewählt worden.In seine Verantwortung fallen künftig, die strategische Geschäftsentwicklung der Partner und Standorte zu fördern sowie die zentralen Bereiche Personal und Personalentwicklung. Der frühere Leiter der Konzernrechtsabteilung der Jungheinrich AG ist seit 1996 Heuking-Partner.

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JUVE: Herr Dr. Duhnkrack, das Business Development ist eine der neuen Managementaufgaben, die die Partnerschaft definiert hat. Was wollen Sie bis 2010 erreicht haben?

DUHNKRACK: Wir haben uns konkret vorgenommen, ein Business Development-Konzept zu entwerfen. Wir haben aber keine Top-Down-Struktur, die Partner und die Standorte werden wir in die Entscheidungsfindung intensiv einbinden. Ziel ist es, uns noch stärker fachbezogen und branchenorientiert aufzustellen. Ich schließe nicht aus, dass dieser Prozess am Ende noch einmal Auswirkungen auf unser Vergütungssystem haben könnte.

Können Sie ein Beispiel nennen?

Ja, wir werden uns beispielsweise Gedanken zur Entwicklung einzelner Standorte machen und ihnen noch mehr eigene Prägung geben – in Hamburg etwa werden verstärkt M&A-Transaktionen begleitet, in Köln Private-Equity-Investoren beraten. Wir im Management-Ausschuss werden dafür Sorge tragen, dass die Sozietät die einzelnen Standorte beim Ansprechen bestimmter Mandantengruppen wesentlich unterstützt. Stärker gebündelt werden sollen auch die guten internationalen Kontakte vieler Partner, um länderspezifische Aktivitäten auszubauen. In Europa gilt das sowieso, dies soll aber auch für die USA und Asien intensiviert werden.

Was bedeutet das neu formulierte Stichwort Qualitätssicherung?

Herr Dr. von Grießenbeck, dem dieser Bereich untersteht, und ich werden hier eng zusammenarbeiten. Unsere hohen Qualitätsanforderungen sollen auch bei weiterem Wachstum der Sozietät gewahrt sein; das soll künftig einem besonderem Augenmerk unterliegen.

Der Management-Ausschuss wurde verkleinert. Einen einzelnen Managing Partner soll es aber weiterhin bewusst nicht geben?

Ob die jetzt eingeschlagene Richtung einmal auf einen hauptberuflichen Managing Partner hinausläuft, das weiß im Moment keiner. Im Augenblick bildet unser Team eine gute Arbeitsform für die Sozietät.

Heuking hat in den letzten Jahren immer wieder Quereinsteiger aufgenommen. Stehen noch weitere Zugänge an?

In Frankfurt möchten wir noch kräftig wachsen. Ansonsten haben wir im Moment viel auf unserem Zettel, Wachstum ist deshalb nur eines unserer Ziele. Aber wir sind sicherlich immer offen für starke Kollegen, die zu uns passen. Wir wollen auch künftig zu den 20 größten Kanzleien Deutschlands gehören.

Das Gespräch führte Antje Neumann.

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