Der Anwaltsmarkt nach der Krise und vor strukturellen Umbrüchen:
der aktuelle Marktüberblick im JUVE Handbuch Wirtschaftskanzleien 2010/2011
Köln, 15.11.2010 – Die Stimmung der Anwälte hellte sich nach dem schwierigen Jahr 2009 deutlich auf. Doch niemand geht davon aus, dass alles wieder wird wie vor der Krise. Ganz im Gegenteil. Einige Indikatoren zeigen schon jetzt, dass sich der Anwaltsmarkt an der Schwelle zu einem Paradigmenwechsel befindet.
Die Wirtschaftskrise setzte mit den Unternehmen auch die Rechtsabteilungen unter Druck. Sie mussten beweisen, dass sie ihr Geld wert sind und häufig gleichzeitig die Kosten senken. Viele Abteilungen haben dies zum Anlass genommen, sich durch interne Neuausrichtung effizientere Strukturen zu geben. Dabei wirken sich
Umstrukturierungen oft auf die Anforderungen an die Kanzleien als externe Berater aus: Das fängt bei Einforderung einer transparenten Honorarabrechnung an und endet bei einer strukturierten Beraterauswahl. Auch lange gewachsene Vertrauensbeziehungen werden hinterfragt und führen zu einem differenzierteren Mandatierungsverhalten.
Von Mandantenseite ist so deutlich wie nie Preisdruck an ihre Rechtsberater weitergegeben worden. Das hat den Wettbewerb unter den Kanzleien deutlich angeheizt und wird auch in nächster Zukunft die Kanzleiverantwortlichen beschäftigen. Weitsichtige Anwälte in den Kanzleien diskutieren seit letztem Jahr verstärkt über innovative Formen der Preisgestaltung abseits des hergebrachten Stundensatzes. Auch die Kanzleien müssen mehr Flexibilität beweisen und ihre eigenen Strukturen auf den Prüfstand stellen, um sich auf ein sich veränderndes Marktumfeld einzustellen: Schlagworte wie Standardisierung und Outsourcing gewinnen auch im Anwaltsmarkt zunehmend an Bedeutung.
Die 10 größten Kanzleien nach Anzahl der Anwälte (Stand Sommer 2010)
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Kanzlei |
Anwaltszahl in Deutschland |
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CMS Hasche Sigle |
509 |
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Freshfields Bruckhaus Deringer |
499 |
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Clifford Chance |
363 |
|
Taylor Wessing |
335 |
|
Hogan Lovells |
321 |
|
Gleiss Lutz |
282 |
|
Linklaters |
280 |
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Noerr |
279 |
|
White & Case |
264 |
|
Luther |
257 |
Quelle: JUVE Verlag GmbH
Für die 13. Ausgabe des Handbuchs hat die 20-köpfige JUVE-Redaktion rund 15.000 Gespräche und schriftliche Interviews mit Anwälten im In- und Ausland sowie deren Mandanten geführt. Diese Informationen bilden die Grundlage für den Marktüberblick. Mehr als 800 Wirtschaftskanzleien stellt das Handbuch mit ihrem jeweiligen Dienstleistungsangebot dar. Kernstück des Handbuchs ist die Bewertung ihrer Marktposition sortiert nach Städten und Regionen sowie nach einzelnen wirtschaftsrechtlichen Fachgebieten. Im Kapitel Nationaler Überblick sind zusätzlich die 50 Sozietäten analysiert, die den deutschen Markt derzeit dominieren.
Neben einer detaillierten Darstellung der Kanzleien in verschiedenen Rechtsgebieten und Regionen, insgesamt gegliedert in 54 Fach- und 26 Regionalkapitel, bietet das JUVE Handbuch Wirtschaftskanzleien auch zahlreiche statistische Daten zum deutschen und europäischen Anwaltsmarkt.
Das JUVE Handbuch Wirtschaftskanzleien ist ab dem 17.11. auch online abrufbar. Unter www.juve.de/handbuch können die Kapitel und die zugehörigen Kanzlei-Rankings dann auch online abgerufen und durchsucht werden.
Nationaler Überblick Top 50
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Freshfields Bruckhaus Deringer Hengeler Mueller Linklaters |
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Clifford Chance Gleiss Lutz |
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Allen & Overy CMS Hasche Sigle Hogan Lovells Latham & Watkins Shearman & Sterling |
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Cleary Gottlieb Steen & Hamilton Noerr White & Case |
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Baker & McKenzie DLA Piper Taylor Wessing |
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Ashurst Beiten Burkhardt Bird & Bird Flick Gocke Schaumburg Görg Heuking Kühn Lüer Wojtek Milbank Tweed Hadley & McCloy Norton Rose Oppenländer Orrick Hölters & Elsing SZA Schilling Zutt & Anschütz Weil Gotshal & Manges |
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GSK Stockmann + Kollegen Jones Day Luther Mayer Brown Oppenhoff & Partner P+P Pöllath + Partners SJ Berwin Skadden Arps Slate Meagher & Flom Wilmer Hale |
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CBH Cornelius Bartenbach Haesemann & Partner Esche Schümann Commichau Göhmann Haver & Mailänder Heisse Kursawe Eversheds Kümmerlein McDermott Will & Emery Menold Bezler Osborne Clarke Raupach & Wollert-Elmendorff Redeker Sellner Dahs Rödl & Partner Salans |
Die hier getroffene Auswahl der Kanzleien ist das Ergebnis der auf zahlreichen Interviews basierenden Recherche der JUVE-Redaktion. Sie ist in 2erlei Hinsicht subjektiv: Sämtliche Aussagen der von JUVE-Redakteuren befragten Quellen sind subjektiv u. spiegeln deren eigene Wahrnehmungen, Erfahrungen u. Einschätzungen wider. Die Rechercheergebnisse werden von der JUVE-Redaktion unter Einbeziehung ihrer eigenen Marktkenntnis analysiert u. zusammengefasst. Der JUVE-Verlag beabsichtigt mit dieser Tabelle keine allgemein gültige oder objektiv nachprüfbare Bewertung. Es ist möglich, dass eine andere Recherchemethode zu anderen Ergebnissen führen würde. Innerhalb der einzelnen Gruppen sind die Kanzleien alphabetisch geordnet.
Quelle: JUVE Verlag GmbH
Hintergrund-Informationen:
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