Constantia Flexibles

Etikettensparte mit Willkie und Binder Grösswang verkauft

Der österreichische Verpackungskonzern Constantia Flexibles hat seine Etikettensparte Constantia Labels veräußert. Käufer ist die US-amerikanische Multi-Color Corporation mit Sitz in Batavia, Ohio. Die 1,15 Milliarden Euro schwere Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt kartellrechtlicher Genehmigungen.

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Mario Schmidt
Mario Schmidt

Der Großteil des Kaufpreises abzüglich Schulden wird in bar abgewickelt. Außerdem bezahlen die Amerikaner einen Teil mit eigenen Aktien, sodass Constantia Flexibles mit Abschluss der Transaktion 16,6 Prozent der ausstehenden Aktien hält und größter Aktionär von MCC wird. Das Closing wird für das vierte Quartal 2017 erwartet. Bank of America und Citigroup begleiten die Transaktion als finanzierende Banken.

Die 1916 gegründete MCC gilt mit 45 Standorten und einem Umsatz von 923 Millionen US-Dollar bereits jetzt als einer der größten Etikettenhersteller weltweit. Constantia Flexibles erzielte mit dieser Sparte 2016 einen Umsatz von 605 Millionen Euro und beschäftigt rund 2.800 Mitarbeiter an 23 Standorten in 14 Ländern. In Österreich gibt es keine Werke in diesem Bereich.

Der Konzern Constantia Flexibles wurde 1960 von Herbert Turnauer gegründet und wird seit 2015 mehrheitlich von dem französischen Investor Wendel gehalten. Daneben sind die Turnauer Stiftung sowie der Finanzinvestor Maxburg Capital Partners an dem Unternehmen beteiligt.

Thomas Schirmer
Thomas Schirmer

Berater Multi-Color
Keating Muething & Klekamp (Cincinatti): Michael Moeddel – aus dem Markt bekannt
Freshfields Bruckhaus Deringer (Wien): Dr. Willibald Plesser, Dr. Arend von Riegen (Frankfurt; beide Federführung), Vincent Macq (Brüssel), Dr. Michal Dobrowolski (alle Corporate/M&A), Karin Buzanich-Sommeregger (Arbeitsrecht), Martin Schiessl (Frankfurt), Prof. Claus Staringer (beide Steuern); Associates: Hendrik Braun (Frankfurt), Daniel Lungenschmid, Sigrid Ververken (Brüssel; alle Corporate/M&A)

Berater Constantia Flexibles
Willkie Farr & Gallagher (Frankfurt): Mario Schmidt, Dr. Axel Wahl (beide Federführung), Georg Linde, Sebastian FitzGerald (London), Mark Getachew (New York; alle Corporate), Dr. Christian Rolf (Arbeitsrecht), Jan Wilms (Finanzierung), Susanne Zuehlke (Kartellrecht; Brüssel), Dr. Bettina Bokeloh, Nicolas Wolski (beide Steuern); Associates: Johannes Eckhardt, Christina Mann, Wolfgang Münchow, Adrian Dengler, Erik Göretzlehner, Andreas Knödler, Miriam Wolffsky, Andreas Sandberger, Lukas Nein, Karsten Silbernagel, Albert Powers, Christine Centola (beide New York), Kate Luton, Henri Weil, Gerry Kelly (alle London), Diego Lambrecht, Zoè Janssen (beide Brüssel), Virginie Sayag, Loic Toilier, Camille Lautier (letztere drei Paris; alle Corporate), Tim Bulian (Arbeitsrecht), Dr. Laura Pfirrmann, Christopher Clerihew, Mamoun Shafi (London; alle Finanzierung), Francesca Gentile (Kartellrecht; Brüssel)
Binder Grösswang (Wien): Dr. Thomas Schirmer (Corporate/M&A; Federführung), Dr. Christian Wimpissinger (Steuern), Dr. Hellmut Buchroithner, Dr. Ivo Rungg (beide IP/IT), Dr. Johannes Barbist (Regulierung/Umwelt); Associates: Claudia Fochtmann, Cordelia Klauhs (Rechtsanwaltsanwärterin; beide Corporate/M&A), Clemens Willvonseder (Steuern)
Inhouse Recht (Wien): Martin Schneeweiß (General Counsel), Silke Schimmerl (Group Tax & Legal) – aus dem Markt bekannt

Berater Banken
Cahill Gordon & Reindell (New York) – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Willkie Farr & Gallagher und Binder Grösswang begleiteten bereits den Einstieg des Investors Wendel 2015 bei Constantia Flexibles. Binder Grösswang beriet bei der aktuellen Transaktion erneut zum österreichischen Recht. Daneben arbeitete Willkie mit einem großen Netzwerk an internationalen Kanzleien zusammen darunter etwa Ashurst in Australien, Zhong Lun in China oder Kinstellar in Rumänien.

Keating-Partner Michael Moeddel ist dem Vernehmen nach langjähriger Berater des US-amerikanischen Etikettenherstellers MCC.

Freshfields kennt Constantia Flexibles wiederum seit vielen Jahren. Die Kanzlei betreute schon 2009 den US-amerikanischen Finanzinvestor One Equity Partners (OEP) beim Erwerb der seinerzeit börsenotierten Constantia Packaging-Gruppe sowie beim nachfolgenden Squeeze-out-Verfahren der Constantia Packaging AG. Auch den im Jahr 2013 angestrebten Börsegang von Constantia Flexibles begleitete sie. Zuletzt beriet die Kanzlei die Mehrheitseigentümerin OEP beim Verkauf des Verpackungsunternehmens an das französische Investmenthaus Wendel.

In Steuerfragen setzte Constantia Flexibles auf KPMG.

 

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