Glänzende Geschäfte

BASF kauft mit Morgan Lewis für die Lacksparte zu

Wieder ein Milliarden-Deal in der Chemiebranche: Für umgerechnet rund 2,8 Milliarden Euro kauft der Chemiekonzern BASF den Spezialisten für Oberflächenbehandlung Chemetall. Verkäufer ist der US-Chemiekonzern Albemarle. Chemetall hat seine Zentralen in Frankfurt und im US-Bundesstaat New Jersey. Mit dem größten Zukauf seit 2010 will BASF vor allem seine Lacksparte stärken.

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Für umgerechnet rund 2,8 Milliarden Euro kauft der Chemiekonzern BASF den Spezialisten für Oberflächenbehandlung Chemetall. Verkäufer ist der US-Chemiekonzern Albemarle. Chemetall hat seine Zentralen in Frankfurt und im US-Bundesstaat New Jersey. Mit dem größten Zukauf seit 2010 will BASF vor allem seine Lacksparte stärken.

Christian Zschocke
Christian Zschocke

Chemetall hat weltweit 2.500 Mitarbeiter und produziert für verschiedene Branchen Mittel zur Oberflächenbehandlung, außerdem Schmiermittel und Dichtmassen. Abnehmer dafür sind die Autoindustrie, aber auch Luftfahrt und die metallverarbeitende Industrie. Chemetall erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 845 Millionen Dollar und einen bereinigten Gewinn von 205 Millionen Dollar. Ein Großteil der Geschäfte von Chemetall wird von Deutschland aus abgewickelt.

BASF war nach einem Bieterprozess zum Zug gekommen. Verkauft hatte das Ludwigshafener Chemieunternehmen zuletzt sein Geschäft mit Industrielacken. Für 475 Millionen Euro ging die Sparte Anfang des Jahres an das niederländische Unternehmen Akzo Nobel.

Berater BASF
Morgan Lewis & Bockius: Christian Zschocke (Frankfurt), Robert Dickey (New York; beide Federführung; beide Corporate/M&A), Jürgen Beninca (Kartellrecht), Jörg Siegels (Steuern), Walter Ahrens (Arbeitsrecht; alle Frankfurt), Andrew Milano (Corporate/M&A), Richard Zarin (Steuern), Gary Rothstein, David McManus (alle New York), Pulina Whitaker (London; alle Arbeitsrecht), Ron Dreben (IP/IT), Jeffrey Killian (Patentrecht), Harry Robins (New York), Judith Walkoff (London), Marynell Devaughn (Washington; alle Regulierung); Associates: Shannon Nakabayashi, Joseph Washington, Jeffrey Steiner, Gina Lauriero, Michael Masling, Andrew Wellin
Inhouse Recht (Ludwigshafen): Dr. Stefan John (General Counsel), Dr. Georg Franzmann (stellvertretender Leiter Recht), Withold Gallinat (Leiter International Employee Benefits) – aus dem Markt bekannt

Alfred Kossmann
Alfred Kossmann

Berater Albemarle
Shearman & Sterling: John Marzulli, Daniel Litowitz (beide New York), Dr. Alfred Kossmann (alle M&A), Dr. Anders Kraft (Steuern; beide Frankfurt), Doreen Lilienfeld (Arbeitsrecht), Laurence Bambino (Steuern; beide New York), James Webber (Kartellrecht; London), Jason Pratt (Umweltrecht; New York); Associates: Dr. Astrid Mayer (Steuern), Dr. Philipp Jaspers, Sven Oppermann, Dr. Christoph Auchter (alle Frankfurt), Cody Wright, Michael Dockery, Andreas Piepers (alle New York; alle M&A)
Mayer Brown (Frankfurt): Dr. Nicolas Rößler (Arbeits-/Betriebsrentenrecht)

Hintergrund: Das erfahrene Inhouse-Team von BASF, das Deals in der Regel ohne externe Hilfe über die Bühne bringt, hat sich in diesem Fall ein größeres Team von Morgan Lewis um den Frankfurter Lead-Partner Zschocke an die Seite geholt. Dennoch waren die Inhousejuristen bis zur Unterschrift prägend an der Abwicklung beteiligt. Wichtiges Thema bei den Verhandlungen waren die betriebliche Altersvorsorge und die Beteiligung von Pensionskassen. BASF verfügt hier mit Gallinat nach JUVE-Informationen ebenfalls über einen erfahrenen Experten in den eigenen Reihen.

Albemarle mandatiert regelmäßig Shearman & Sterling in den USA, wegen des deutschen Bezuges der jetzigen Transaktion war ein Team aus dem Frankfurter Büro um den Transaktionsspezialisten Kossmann und den Steuer-Counsel Kraft eng eingebunden. Aufgrund des großen Beratungsbedarfs zum deutschen Arbeits- und Betriebsrentenrecht zog die Kanzlei den Mayer Brown-Partner Rößler hinzu.

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