Potsdamer Platz

Norwegens Zentralbank kauft das halbe Sony Center mithilfe von Hengeler

Das Sony Center in Berlin hat eine neue Eigentümerstruktur erhalten:  Norges Bank Investment Management (NBIM) erwarb 50 Prozent der Anteile und zahlt dafür 677 Milllionen Euro an Oxford Properties und Madison International Realty. Die anderen 50 Prozent des Gemeinschaftsunternehmens liegen weiterhin beim bisherigen Hauptinvestor Oxford Properties.

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Das Sony Center beherbergt auf einer Fläche von 113.000 Quadratmetern  Büros, Wohnungen und Einzelhandel. Es wurde 2017 vom südkoreanische Pensionsfonds National Pension Service of Korea für 1,1 Milliarden Euro an Oxford Properties, die Immobilientochter des kanadischen Pensionsfonds Omers, und die New Yorker Investmentgesellschaft Madison International Realty verkauft. Mit der aktuellen Transaktion wird der Gebäudekomplex  auf 1,35 Milliarden Euro taxiert.

Thomas Lang

Die neue Co-Eigentümerin NBIM , die Norwegens Einnahmen aus der Erdölförderung nachhaltig anlegen muss, erwarb am Sony Center-Joint-Venture die 5,1 Prozent, die Madison International vorher hielt. Zudem gibt Oxford Properties 44,9 Prozent ihrer Anteile an NBIM ab. Die Transaktion bedarf noch der Zustimmung der Behörden.

Berater NBIM
Hengeler Mueller (Frankfurt):  Thomas Lang  – aus dem Markt bekannt

Wencke Bäsler

Berater Oxford Properties 
Greenberg Traurig (Berlin): Wencke Bäsler, Dr. Christian Schede (beide Federführung), Silke Köhler (alle Immobilien/M&A), Claudia Hard (Finanzierung), Dr. Martin Hamer (Öffentliches Recht), Dr. Christoph Enaux (Kartellrecht); Associates: Tankred Freiberger, Irina Kuznecova (beide Immobilien/M&A), Anna Hankings-Evans (Corporate/M&A), Robert Süß (Finanzierung), Dr. Lucas Wüsthof (Kartellrecht)

Berater Madison International Realty
Freshfields Bruckhaus Deringer (Frankfurt): Dr. Timo Elsner (Immobilienrecht), Dr. Martin Schiessl (Steuerrecht), Moritz Heidbuechel (Immobilienrecht)

Berater Banken
Baker McKenzie (Frankfurt): Kathrin Marchant (Federführung), Fabian Löw, Jean-François Trapp, Alexis Bouvet (beide Luxemburg; alle Finanzierung)

Notar
Raue (Berlin): Dr. Hans Seiler – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Hengeler tritt im Markt erstmals an der Seite der Norges Bank in Erscheinung. Als der norwegischen Staatsfonds Norges Bank Real Estate Management 2017 den Neubau der Axel Springer-Zentrale erwarb, setzten die Skandinavier auf Freshfields und Hengeler stand auf Verkäuferseite.

Oxford Properties, die das Sony Center auch künftig als Asset-Manager verwalten wird und hier maßgeblich die Verhandlungen für die bisherigen Eigentümer führte, vertraut regelmäßig auf das Immobilienteam von Greenberg Traurig. Das Team um Schede war schon involviert, als Oxford Properties 2017 in das Berliner Prestigeobjekt investierte. Zur Neugestaltung des Joint Ventures hatte nun die Transaktionsexpertin Bäsler die Co-Federführung übernommen, die seit 2018 zur Partnerriege der US-Kanzlei gehört.

Timo Elsner

Freshfields-Partner Elsner war mit seinem Team im Hintergrund für die Interessensvertretung von Madison International im Verkaufsprozess zuständig. Die Mandatsbeziehung zu  dem New Yorker Investmenthaus gilt ebenfalls als gefestigt.

Kathrin Marchant

Ende 2017 hatte Baker McKenzie das Bankenkonsortium bei der Finanzierung des Erwerbs des Berliner Sony Centers unterstützt  und begleitet die Transaktion seitdem bankenseitig unter der Federführung von Partnerin Marchant. Das Konsortium aus pbb Deutsche Pfandbriefbank, Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) und ING Wholesale Banking gewährte seinerzeit ein Darlehensvolumen in Höhe von 625 Millionen Euro.

Der andere damals federführende Partner Filip Kurkowsi wechselte 2018 zu Ashurst, die hier dem Vernehmen nach mit einem überwiegend britischen Team für die JV-Gesellschaft im Einsatz war.

Copyright Teaserbild: Levgen Skrypko/stock.adobe.com

Anmerkung der Redaktion: Wir haben den Artikel nachträglich ergänzt

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