Eingepackt

Paccor Gruppe geht mit Skadden an Faerch

Die dänische Faerch Gruppe hat die Düsseldorfer Paccor Gruppe übernommen. Verkäufer ist das Private-Equity-Haus Lindsay Goldberg aus den USA. Über den Kaufpreis haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart. Die zuständigen Behörden müssen der Transaktion noch zustimmen.

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Paccor stellt unter anderem Verpackungen für Lebensmittel, Haushaltwaren und Kosmetik her. Mit diesen konnte das Düsseldorfer Unternehmen im Jahr 2020 einen Umsatz von rund 513 Millionen Euro erzielen. Neben dem Düsseldorfer Hauptsitz unterhält Paccor weitere Standorte in Asien, Europa und den USA und beschäftigt an diesen knapp 3.700 Mitarbeiter.

Jan Bauer

Ausgenommen vom Verkauf sind die Paccor Standorte sowie das Geschäft im Vereinigten Königreich. Beides verbleibt weiterhin im Besitz von Lindsay Goldberg. An den britischen Standorten in Mansfield und Chester-le-Street beschäftigt das Unternehmen rund 300 Mitarbeiter.

Im großen Stil zusammengepackt

Der New Yorker Investor hatte Paccor im August 2018 von der Coveris Gruppe übernommen und umbenannt. Zuvor trug die Geschäftssparte den Namen Coveris Rigid. Diese entstand 2011, als mehrere Verpackungsunternehmen durch den damaligen Eigentümer, Sun Capital, zusammengelegt wurden.

Käufer Faerch stellt Recyclingverpackungen für Lebensmittel her und hat seinen Sitz im dänischen Holstebro. Knapp 2.200 Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen an 16 europäischen Standorten. Eigentümer der Faerch Gruppe ist die A.P. Møller Holding, das Family Office, das auch hinter der Reederei Moller-Maersk steht.

Berater Faerch Gruppe
Skadden Arps Slate Meagher & Flom (Frankfurt): Dr. Jan Bauer (Co-Federführung; Corporate/M&A), Dr. Ulrich Ziegler (Arbeitsrecht), Dr. Johannes Frey (Steuerrecht), Dr. Rüdiger Schmidt-Bendun (Co-Federführung; Corporate/M&A), Dr. Jörg Hanke (Bank- und Finanzrecht); Associates: Dr. Maximilian Schröter, Alexander Höffler (beide Corporate/M&A), Dr. Ulrike Schuster (Bank- und Finanzrecht), Dr. Frank-Michael Schwarz (Steuerrecht)
Plesner (Kopenhagen): Tina Kang (M&A) – aus dem Markt bekannt

Arend von Riegen

Berater Lindsay Goldberg
Freshfields Bruckhaus Deringer (Frankfurt): Dr. Arend von Riegen (Federführung; Corporate/M&A), Thomas Wessely (Brüssel), Marie-Claire Strawbridge (London; beide Wettbewerbsrecht), Dr. Philipp Dohnke (Corporate), Dr. Alexander Schwahn (Steuern), Dr. Boris Dzida (Arbeitsrecht; alle Hamburg), Dr. Christoph Werkmeister (Datenschutz; Düsseldorf), Moritz Heidbuechel (Immobilienrecht); Associates: Dr. Steffen Kleefass, Johannes Schiele (Hamburg), Dr. Anna Dominke, Dr. David Anschütz (alle Corporate/M&A), Vanessa van Weelden, Patrick Teubner (beide Brüssel), Leonie Sage (London; alle Wettbewerbsrecht), Dr. Philipp Lehmann (Corporate), Jan Hobus, Andrea Strackerjan (beide Steuern), Dr. Hubertus Reinbach (Arbeitsrecht; alle Hamburg)

Notar
Noerr (Frankfurt): Dr. Thorsten Reinhard  – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Auf Käuferseite setzte Faerch in rechtlichen Fragen auf ein Gespann aus der dänischen Kanzlei Plesner, sowie ein Team von Skadden.

Plesner, eine Stammberaterin von Faerch und der dahinter stehenden A.P. Møller Holding, beriet zu Aspekten des dänischen Rechts.

Die Begleitung der Transaktion in den übrigen Jurisdiktionen übernahm ein internationales Skadden-Team, bestehend aus deutschen, französischen und US-Anwälten. Das Mandat geht zurück auf einen Kontakt zur A.P. Møller Holding. Skadden-Partner Bauer teilte sich die Federführung hier mit Counsel Schmidt-Bendun.

Die steuerliche Strukturierung der Transaktion übernahm laut Marktinformationen auf Käuferseite ein Team von Ernst & Young, das größtenteils aus dänischen Beratern bestand.

Beraterwechsel zum Weiterverkauf

Verkäufer Lindsay Goldberg setzte 2018 auf Gleiss Lutz, als der Investor Paccor kaufte. Er mandatierte deren finanzierungsrechtliche Praxis auch im Sommer 2021 zum Zukauf der Miko Pac-Gruppe.

Zum Abverkauf der Paccor-Gruppe wählte Lindsay nun Freshfields als Beraterin. Die Verantwortung für das Mandat übernahm der Frankfurter Corporate-Partner von Riegen.

Damit war Freshfields ein weiteres Mal an der Seite des New Yorker PE-Hauses zu sehen. Im Mai des vergangenen Jahres begleitete ein Team um von Riegen schon den Verkauf der Mehrheitsanteile am österreichischen Verpackungshersteller Schur Flexibles, der Lindsay Goldberg seinerzeit rund 900 Millionen Euro einbrachte.

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