Refinanzierung

Gagfah stemmt dritte Runde Inhouse und mit Allen & Overy

In vier parallelen Transaktionen hat das Wohnungsunternehmen Gagfah erneut gut eine Milliarde Euro refinanziert. Unter anderem setzte es dabei auf gewerbliche Immobilienkredite, sogenannte CMBS (Commercial Mortgage-Backed Securities), mit einem Volumen von 700 Millionen Euro. Das Gesamtvolumen, das dieses Jahr refinanziert wurde, steigt damit auf mehr als vier Milliarden Euro.

Teilen Sie unseren Beitrag
Holger Franz
Holger Franz

Die neuen CMBS haben eine Laufzeit von fünf Jahren und wurden von der Bank of America Merrill Lynch und der Deutschen Bank arrangiert. Als Servicer agierte Situs Asset Management. Daneben schlossen die Bank of America und Gagfah einen Darlehensvertrag in Höhe von 145 Millionen Euro und mit einer Laufzeit von drei Jahren.

Teil der Refinanzierung war darüber hinaus ein Darlehensvertrag mit der HSH Nordbank in Höhe von 95 Millionen Euro mit einer Laufzeit bis 2020. Mit den Mitteln wurde ein alter CMBS abgelöst. Zu guter Letzt prolongierte Gagfah ein Darlehen der Deutschen Bank in Höhe von derzeit 200 Millionen Euro für zwei weitere Jahre.

Nachdem die Refinanzierungen nun erst einmal unter Dach und Fach sind, wendet sich Gagfah ihrer Portfoliostrategie zu. Kurz nach Abschluss der Refinanzierungsmaßnahmen kündigte das Unternehmen an, elf Prozent des Wohnungsbestands in den kommenden Jahren verkaufen und sich auf 30 Städte konzentrieren zu wollen.

Berater Gagfah
Inhouse (Mühlheim): Dr. Holger Franz (General Counsel), Dr. Fabian Heß (Leiter Recht), Dr. Holger Martin (Kapitalmarktrecht), Dr. Heike Buschbaum, Ralf Kimmel (beide Immobilienrecht)
Allen & Overy (Frankfurt): Dr Olaf Meisen, Mark Manson-Bahr (beide Finanzierung), Matt Howard, Dr Stefan Henkelmann, Christian Lambie (London; alle strukturierte Finanzierung), Stefan Kuhm, Pierre Schleimer (Luxemburg); Associates: Vanessa Pfeiffer (alle Finanzierung), Jens Nollmann (strukturierte Finanzierung/Verbriefung), Dr. Christian Hilmes (Immobilienrecht/M&A), Stuart Gregory (Derivate), André Hommel (Luxemburg), David O’Connor, Iona Misheva, Irvine Robertson (alle London)
Linklaters (Frankfurt): Florian Lechner; Associates: Ulrich Johann, Wulf Kring (alle Steuern)
Hengeler Mueller (Frankfurt): Heinrich Knepper (bei Prolongation) – aus dem Markt bekannt

Berater Bank of America/Deutsche Bank
Clifford Chance (Frankfurt): Kirti Vasu, Dr. Oliver Kronat, Christopher Walsh (London), Kerstin Schaepersmann (alle Bank-/Kapitalmarktrecht), Christian Trenkel (Immobilienrecht; München), Thorsten Sauerhering (Steuern), Dr. André Schwanna, Matthias Will (beide Corporate); Associates: Mathias Wrobel, Charlotte Rau (beide Bank-/Kapitalmarktrecht), Dorothea Schimmel (Immobilienrecht; München), Adam Craig, Rebecca O’Brien (beide Kapitalmarktrecht; beide London)

Berater Situs
Berwin Leighton Paisner: Dr. Thomas Prüm (Frankfurt), Jayne Black (London); Associate: Johannes Schäfer (alle Finanzierung)

Berater HSH Nordbank
Inhouse (Hamburg): Dr. Andreas Tamme

Berater Deutsche Bank (bei Prolongation)
Allen & Overy (Frankfurt): Mark Manson-Bahr; Associate: Isabel Tinsley (beide Finanzierung)

Hintergrund: Wie schon in den vorangegangenen Refinanzierungstransaktionen spielte die Rechtsabteilung der Gagfah eine sehr aktive Rolle bei den Verhandlungen. Allen & Overy und Hengeler Mueller arbeiteten bereits bei der Refinanzierung vom Juni zusammen (mehr…). Eine Tatsache, die mit dafür verantwortlich war, dass die jetzigen Maßnahmen in relativ kurzer Zeit verhandelt wurden. Hengeler Mueller und Clifford Chance standen sich zudem bei der Refinanzierung vom Februar gegenüber (mehr…). Bei der Darlehensverlängerung mit der Deutschen Bank war die Beraterkonstellation identisch mit derjenigen beim Abschluss des Vertrags.

Artikel teilen