Groß, größer, Signa – kaum eine Causa hat je so viele Kanzleien in Österreich gleichzeitig beschäftigt wie diese. Etwa vergleichbar mit der Dimension des Dieselskandals in Deutschland. Doch auch darüber hinaus gab es für die Insolvenzrechtler und Restrukturierungsberater hierzulande viel zu tun.
Mit dem Trend zunehmender Insolvenzen steht Österreich nicht allein da. Laut einer globalen Insolvenzstudie, die der Kreditversicherer Acredia gemeinsam mit Allianz Trade veröffentlicht hat, steigen die weltweiten Unternehmensinsolvenzen 2025 um 6 Prozent und 2026 um weitere 5 Prozent. Eine Trendwende zeichne sich erst 2027 ab, mit einem leichten Rückgang von 1 Prozentpunkt.
In Österreich zeigt sich ein ähnliches Bild. Nach dem kräftigen Anstieg im Vorjahr ist die Zahl der Firmenpleiten 2025 laut Gläubigerschutzverband KSV 1870 erneut um 3,4 Prozent auf 6.810 Fälle gestiegen. Damit steuert Österreich auf das vierte Jahr in Folge mit zunehmenden Insolvenzen zu und erreicht nahezu das Niveau des bisherigen Rekordjahres 2005, als es 7.050 Pleiten gab. Besonders betroffen bleiben laut Acredia der Einzelhandel, das Baugewerbe und das Gastgewerbe, zunehmend auch kleinere Betriebe.
Hintergrund dieser Entwicklung sind strukturelle Schwächen der Binnenkonjunktur, eine verzögerte Erholung von der Rezession sowie die anhaltende Schwäche der deutschen Wirtschaft, Österreichs wichtigstem Handelspartner. Diese Faktoren dürften die Zahl der Insolvenzen auch 2026 auf hohem Niveau halten.
Bereits seit Ende 2023 mangelt es nicht an Großinsolvenzen. So sind nach den zahlreichen Signa-Insolvenzverfahren Fisker, Süba, Hallmann oder KTM nur die dicksten Fische. Entsprechend stark nachgefragt waren auch die Berater im Insolvenzrecht sowie der Restrukturierungs- und Sanierungsberatung.
Bestens gerüstet für multiple Krisen ist
Um in der Signa-Causa schneller voranzukommen, überlegte sich
Die unabhängige Verfahrensleitung wird von
Auch am Kanzleimarkt selbst herrscht Dynamik. So trennte sich die hoch renommierte Insolvenzrechtlerin
Ob sich dies zu einem Trend entwickelt oder eine Ausnahmeerscheinung bleibt, bleibt abzuwarten. Ein Trend hin zu außergerichtlichen Sanierungen hält allerdings bereits Einzug. So tummeln sich auf diesem Feld immer mehr Einheiten, die ehemals reine Verwalterkanzleien waren, allen voran
Ebenfalls außergerichtlich fand der Dauerbrenner Alpine zumindest in Teilen einen Abschluss: Nach mehr als zehn Jahren konnte