Auch bei Freshfields

Bonuskürzungen für Associates

Auch Associates von Freshfields Bruckhaus Deringer bekommen indirekt die Wirtschaftsschwäche zu spüren: Wie jetzt publik wurde, waren bei der letzten Bonusausschüttung im November nur Boni in Höhe von drei Prozent des Einkommens anstatt der bisherigen fünf Prozent gezahlt worden.Die Boni für die Associates richten sich in ihrer Höhe jeweils nach der Geschäftsentwicklung und Profitabilität der Kanzlei. "Im Vergleich zu der Praxis bei Investmentbanken etwa, machen die Boni einen eher kleinen Teil der Vergütung aus. Wir zahlen außerdem keine kleinlichen Gehälter," erklärte Managing Partner Dr. Konstantin Mettenheimer gegenüber JUVE. Von den meisten Associates sei die Maßnahme vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Entwicklung akzeptiert worden. Die nächste Auszahlung steht regulär im kommenden Mai bevor. Wie es dann aussieht, wollte Mettenheimer jedoch noch nicht vorhersagen.

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Eine andere Entwicklung des vergangenen Jahres dürfte viele Associates allerdings deutlich mehr schmerzen: die auch bei Freshfields mittlerweile schwierigeren Aussichten des Einzelnen auf Aufnahme in die Partnerschaft. In letzter Zeit sind zum Beispiel wesentlich mehr Associate-Abgänge zu anderen Kanzleien bekannt geworden, als in der Vergangenheit.

„Die Situation ist nicht leicht“, konstatiert auch Mettenheimer. „Wir haben heute eine größere Gruppe von Senior-Associates als in vergangenen Jahren, weil wir einerseits gleich nach der Fusion mehr eingestellt hatten und andererseits aber zuletzt weniger Anwälte von Investmentbanken oder anderen Unternehmen abgeworben worden sind. Zugleich möchten wir auch weiter junge Anwälte einstellen.“

Einschnitte bei der Vergütung der Associates waren zuerst bei Allen & Overy und Clifford Chance (JUVE 03/03, 05/03) vor etwa einem Jahr erfolgt.

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