Trotz unterschiedlicher Datenbasis zeigten beide Umfragen bemerkenswerte Parallelen: Die Grundgehälter sind erneut deutlich gestiegen (zwischen vier und neun Prozent) und die ausgezahlten Boni explodierten geradezu. Waren es bei ‚Corporate Counsel‘ Steigerungen um gut 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, ermittelte die ACC sogar fast 40 Prozent. Das Standardargument: Sarbanes-Oxley macht den internen juristischen Sachverstand immer wichtiger und hebt den Einfluss der Counsels.
Entscheidende Unterschiede ergeben sich weiterhin aus Branche, Arbeitsort und Unternehmensgröße. So verdienten CLOs in Handelskonzernen fast 60 Prozent mehr als ihre Kollegen im Dienstleistungssektor. Chefs in Rechtsabteilungen mit mehr als 25 Juristen lagen rund 68 Prozent über dem nationalen Durchschnitt. Und regional betrachtet, bleibt das Gebiet rund um New York besonders hochpreisig.
Die Topgehälter, so ‚Corporate Counsel‘, erhielten im Jahr 2004 Arthur Siskind, General Counsel der News Corporation Ltd., Benjamin Heineman (General Electric) und Michael Fricklas (Viacom). Aufgrund exorbitanter Bonuszahlungen lag Heineman beim Gesamteinkommen mit mehr als vier Millionen Dollar erneut vorn, gefolgt von Thomas Russo (Lehman Brothers Holding) und Paul Cappuccio (Time Warner), beide mit mehr als 3,5 Millionen Dollar.
Bescheiden nimmt sich daneben das Einkommen der französischen Inhouse-Kollegen aus. Als Mitglieder der Geschäftsführung tragen Rechtsabteilungsleiter immerhin im Schnitt 105.000 Euro Gehalt nach Hause. Ohne entsprechende Management Position bleiben noch gut 80.000 Euro.