Der diskutierte Bonus-Pool soll besonders profitablen Partnern Zahlungen über ihren Lockstep-Anteil hinaus sichern. Die genaue Vorgehensweise bei dieser Verteilung ist derzeit nicht bekannt. Zwar soll dieser Pool allen Partnern offen stehen, doch dürfte er auch als Zugeständnis für die wenigen US-Super-Pointer verstanden werden, welche die in den USA üblichen Sondervergütungen beibehalten wollten, um Wettbewerbsnachteile zu vermeiden. Schneider wollte diesen Vorschlag nicht kommentieren, erklärte aber: „Die so genannten Rainmaker verdienen in den USA meist deutlich mehr als wir im Lockstep zahlen.“
Um die Entwicklung neuer Produkte und Mandantenbeziehungen zu forcieren, haben die Partner außerdem ein Strategiesystem aufgebaut, nach dem sie sich innerhalb ihrer Gruppen jährliche Ziele setzen, erläutert Schneider weitere Ergebnisse des Meinungsbildungsprozesses.
Clifford hat im vergangenen Jahr weltweit Umsatzeinbußen hinnehmen müssen. Durchschnittlich sank der Gewinn pro Partner von etwa 1,1 Millionen Euro auf 900.000 Euro. In Deutschland wurde bereits im April bekanntgegeben, dass die Gehaltssteigerung für Associates halbiert würde. Schneider stützte diese Entscheidung seinerzeit auf „realistische Prognosen zur Einkommensentwicklung“.
In Großbritannien wurden laut Presseberichten die Einstiegsgehälter reduziert und die Gehaltssteigerungen für Associates um 2,7 auf 4 Prozent gesenkt. Entscheidungen über die Vergütung von Associates und Non-Equity-Partern liegen in der Verantwortung der einzelnen Länder, so Schneider.