Ausbau am Main

Lupp eröffnet Büro in Frankfurt und verstärkt Hamburger Team

Die Transaktionskanzlei Lupp + Partner eröffnet zum neuen Jahr in Frankfurt ein weiteres Büro. Dafür gewann sie den bekannten Private-Equity-Experten Christopher Kellet, langjähriger Leiter der Private-Equity-Praxis von Clifford Chance und zuletzt Partner bei Linklaters. Parallel setzt Lupp den Ausbau ihres noch jungen Hamburger Büros mit einem Zugang von Freshfields Bruckhaus Deringer fort.

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Christopher Kellett
Christopher Kellett

Für die M&A-Boutique Lupp + Partner ist das Frankfurter Büro das dritte in Deutschland. Nach ihrem Start in München in 2015 folgte zwei Jahre später die Büroeröffnung in Hamburg. Dass sie ihren Marktanteil im Private-Equity-Geschäft weiter ausbauen will, wurde auch mit dem Zugang von Dr. Thomas Krawitz deutlich, der jüngst von Kirkland & Ellis ins Münchner Büro von Lupp wechselte. Mit dem 57-jährigen Kellett, der als Equity-Partner einsteigt, gewinnt sie nun einen weiteren Private-Equity-Experten, der Erfahrung aus internationalen Großkanzleien mitbringt.

Kellett war rund 20 Jahre für Clifford Chance beziehungsweise ihren Vorgängereinheiten tätig, daher kennt er auch seinen neuen Partner Dr. Matthias Lupp. 2017 wechselte Kellett zu Linklaters. Dort war der gebürtige Brite eine äußerst erfahrene Ergänzung zu der Mannschaft rund um Praxisleiter Ralph Drebes. Unter Kelletts Federführung beriet das Team das Investorenkonsortium um den Canada Pension Plan zur Beteiligung an dem Schweizer Mediadienstleister Sportradar, den kanadischen Pensionsfonds PSP beim Investment in den Aufzugbauer Wittur sowie den britischen Freizeitkonzern David Lloyd Leisure, als er die Meridian Spa & Fitness-Gruppe übernahm. Dass Kellett die Magic-Circle-Kanzlei verlassen würde, stand schon länger fest, allerdings war bislang nicht klar, wo er seine Laufbahn fortsetzen würde – er gönnte sich eine Auszeit.

Ausbau auch an der Alster

Lutz Drallé
Lutz Drallé

Parallel erweitert Lupp + Partner ihr Hamburger Büro: Dort bekommt sie zum Jahreswechsel den Freshfields-Anwalt Dr. Lutz Drallé (38) als Non-Equity-Partner hinzu. Der IP- und IT-Rechtler war bislang als Principal Associate im Team um Jochen Dieselhorst tätig, das häufig im Sektor Life Sciences und Biotechnologie im Einsatz ist. Er unterstützte Merck dabei, die Sparte Consumer Health herauszulösen, die an Procter & Gamble verkauft wurde. Und jüngst beriet er mit Dieselhorst das Krebsforschungsunternehmen Affimed zu einer Lizenz- und Kooperationsvereinbarung mit dem Basler Biopharma-Unternehmen Roivant Sciences.

Die IT-Praxis von Freshfields, die knapp dreißig Berufsträger zählt, ist auch regelmäßig mit  Deals befasst, die technikgetrieben sind. Nach dem Weggang von Drallé sind allein im Hamburger Büro noch sechs IT-erfahrene Anwälte tätig.

Bei Linklaters verbleiben in der Private-Equity-Praxis fünf Partner und zehn Associates.  

 

 

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