Gastell genießt im Markt einen guten Ruf im Öffentlichen Dienst- und Berliner Personalvertretungsrecht. Er ist vor allem für Hochschulen, kommunale und öffentliche Arbeitgeber aktiv. Ein weiterer Schwerpunkt des Teams ist die Beratung im Krankenhaussektor. Zu den Mandanten zählen etwa das Land Berlin und Vivantes. „Bislang waren wir eine Abteilung in einer breiter aufgestellten Kanzlei. Wir möchten aber in einem Markt wie Berlin, in dem schon viele Wettbewerber als Boutique aufgestellt sind, als Kanzlei für Arbeitsrecht wahrgenommen werden“, begründet Gastell die Entscheidung.
Der 48-Jährige war der einzige Vollpartner im Arbeitsrecht bei BMH Bräutigam & Partner und seit 2007 an Bord. Davor war er bei Lovells tätig, ab 2001 zunächst im Berliner Büro, ab 2004 in Düsseldorf, wo er 2006 zum Salary-Partner ernannt wurde. Im Sommer 2007 verließ Gastell die heute unter Hogan Lovells firmierende Kanzlei und wechselte wieder zurück nach Berlin. Beim Lovells-Spin-off BMH Bräutigam & Partner, wo der Arbeitsrechtler auf bekannte Kollegen traf, stieg er als Vollpartner ein. Im Rheinland sei er nie heimisch geworden, begründete er damals seinen Wechsel.
Im Zuge der aktuellen Abspaltung verließen bereits zum Jahreswechsel ein Salary-Partner sowie ein angestellter Anwalt BMH Bräutigam & Partner, sie wechselten zu Coca Cola und zu Luther. Für die stark im Gesellschaftsrecht und Notariat tätige Kanzlei bedeutet dies den Abschied von einer eigenen Arbeitsrechtspraxis. Ein Wiederaufbau ist nicht geplant. „Die Trennung erfolgte im besten Einvernehmen und wir wollen in Zukunft weiter eng zusammenarbeiten“, so BMH-Partner Johannes Wolf.