Der Gesellschaftsrechtler und Notar Giesen nannte als Gründe der freundschaftlichen Trennung, er wolle sich in seiner Arbeit in Zukunft auf das Notariat und die notariatsnahe Anwaltstätigkeit konzentrieren. Die Idee, sich mit anderen Notaren zusammenzuschließen und gemeinsam Synergien zu entwickeln, verfolge er schon länger. Seinen Schwerpunkt im gesellschaftsrechtlichen und transaktionsbezogenen Notariat will Giesen bei Legerwall weiter vertiefen, beispielsweise bei Umwandlungen. Daneben bieten sich ihm bei der fachlich breiter aufgestellten Kanzlei zusätzliche Felder in den Bereichen Immobilien, Nachfolgeregelungen, Erbrecht und Stiftungen.
Mit dem Wechsel von Giesen zählt Legerwall nun drei Partner. Die Anwälte planen jedoch, sich personell mit mindestens einem weiteren, jüngeren Notar zu verstärken. Ein Ziel der Kanzlei besteht darin, den notariellen Nachwuchs in Zukunft selbst auszubilden.
Heidbrink macht als Einzelanwalt, Schiedsrechtler und unabhängiger Schiedsrichter in Berlin weiter. Dabei liegen seine inhaltlichen Schwerpunkte nach wie vor bei Post-M&A-, gesellschafts- und handelsrechtlichen Streitigkeiten sowie D&O- und Anwaltshaftungsfällen.
Giesen und Heidbrink hatten sich bereits in den 1990er-Jahren bei der heute unter Freshfields Bruckhaus Deringer firmierenden Großkanzlei kennengelernt. Bevor sie ihre gemeinsame Kanzlei gründeten, zog es Giesen zu Görg, während Heidbrink zu Lindenpartners ging. (Melanie Müller)