Die beiden Gründer haben ihre Anwaltskarrieren 2017 bei BMH begonnen und waren in den vergangenen Jahren regelmäßig bei Venture-Capital-Deals im Einsatz, so etwa an der Seite der Beteiligungsgesellschaft Capiton bei der Serie-E-Finanzierung für Healthfood24 und als Berater des US-Investors Orkila Capital bei dessen Engagement bei Cannamedical Pharma. Daneben waren die Anwälte auch in verschiedene Private-Equity-Transaktionen involviert.
Bei rsr soll zunächst vor allem die Gründerberatung im Mittelpunkt stehen. Hier beraten die Anwälte unter anderem das Legal-Tech-Unternehmen Conny (ehemals LexFox), die Coaching-Plattform CoachHub und die Softwarefirma Pitch. Schroeder ist zudem als Notarvertreter tätig und will in den kommenden Jahren ein Anwaltsnotariat etablieren.
Berliner Kanzlei-Start-up-Szene wächst weiter
Für Kanzlei-Spin-offs mit Venture-Capital-Fokus gibt es gerade im Berliner Markt eine ganze Reihe von Vorbildern. Bereits 2011 schlossen sich mehrere Partner der Kanzleien Knauthe und Eggers Malmendier unter dem Namen Lacore zusammen. 2014 ging der Berliner Standort von King & Wood Mallesons SJ Berwin (heute KWM Europe) in der Neugründung Vogel Heerma Waitz auf. 2017 spaltete sich ein großer Teil des Hauptstadtbüros von Flick Gocke Schaumburg als Schnittker Möllmann Partners ab, kurze Zeit später ging ein Team von Wegnerpartner separat unter dem Namen Hyazinth an den Start.
Alle diese Neugründungen haben sich seitdem fest im Markt etabliert und personell zugelegt, wenngleich in unterschiedlichem Umfang. Am expansivsten zeigte sich bundesweit Schnittker Möllmann, die kürzlich allerdings ihren Namenspartner Dr. Peter Möllmann verlor. Nach der Trennung im Streit gründete dieser im Juli seine eigene Einheit PXR Legal.
Bei BMH verbleiben in der Private-Equity- und Venture-Capital-Praxis 13 Berufsträger, davon 5 Equity-Partner. Eine Ausgründung gab es bei BMH bisher nur einmal, als sich 2016 das Arbeitsrechtsteam unter dem Namen Arvantage selbstständig machte.