Das Team hat bei Freshfields in der anerkannten Kölner Energierechtsgruppe um den Partner Dr. Ulrich Scholz lange zusammengearbeitet. Sieberg zuletzt als Counsel, Richter und Schellberg als Principal Associates. FGS gewinnt damit auf einen Schlag Kompetenzen, die sich komplementär zu den bisherigen Kontakten zu Energieunternehmen entwickeln könnten.
Bisher pflegte die Kanzlei über ihre gesellschafts- und steuerrechtlichen Praxisbereiche Mandatsbeziehungen zu namhaften Akteuren der Energiebranche, darunter beispielsweise Vattenfall, Steag, EWE oder Thüringer Energie.
Dabei bringen die Neuzugänge zusätzlich zu der fachlichen Spezialisierung in den Bereichen Energieregulierung und energievertragsrechtliche Streitigkeiten aufgrund des Zuschnitts der Freshfields-Praxis viel Transaktionserfahrung mit.
Schellberg war beispielsweise Teil des Freshfields-Teams, das zuletzt Vattenfall beim Verkauf ihres deutschen Braunkohlegeschäfts beriet. Beim steuerrechtlichen Part der riesigen Transaktion war dabei FGS eingebunden. Andere Fälle, an denen das Trio während seiner Zeit bei Freshfields beteiligt war, betrafen etwa Aufbau und Anbindung von Offshore-Windparks.
Managing-Partner Prof. Dr. Thomas Rödder betont, im Sinne des interdisziplinären Ansatzes von Flick Gocke könne man Mandanten im Energiesektor künftig auch Expertise zu den Regulierungs- und öffentlich-rechtlichen Aspekten bieten: „Die Energiewende hat den Beratungsbedarf im Sektor Energie bei zahlreichen Schnittstellenthemen von Wirtschafts- und Steuerrecht sowie kalkulatorischen Fragen deutlich erhöht.“
Es ist nicht das erste Mal, dass FGS einen Zugang aus dem Kölner Freshfields-Büro verzeichnet. Vor knapp drei Jahren hatte die Kanzlei sich von dort verstärkt, um eine Lücke im Kartellrecht zu schließen. Bei Freshfields leert sich derweil zusehends das Kölner Büro, dessen Schließung Anfang 2016 bekanntgegeben worden war.
Während die meisten Anwälte, darunter auch Scholz, nach Düsseldorf gewechselt sind, gingen andere ins Münchner Büro. Zwei namhafte Partner aus dem Kartellrecht und Gesellschaftsrecht entschlossen sich, zu Latham & Watkins und Görg zu wechseln. Bis zum Jahreswechsel arbeitet noch ein Team um Dr. Franz Aleth in Köln, das danach als Letztes nach Düsseldorf übersiedelt.