Röhricht kam 2015 von Clifford Chance und wurde bei White & Case zum Partner ernannt. Er war in Frankfurt vor allem für seine Beziehung zu Mid-Cap-Investor Palero bekannt, den er bei einer Reihe von Transaktionen beraten hat. Sein Weggang gilt als Rückschlag für die M&A-Praxis, obwohl diese gerade erst eine Verstärkung durch den Düsseldorfer Allen & Overy-Partner Dr. Murad Daghles erhielt.
White & Case zählt mit Dr. Stefan Koch einen PE-Partner zum Team, der in Zusammenarbeit mit den starken Büros in London die europäische Praxis nach vorne gebracht hat. Röhricht hatte mit ihm in letzter Zeit bei größeren Deals zusammengearbeitet (zum Beispiel für IK Investment beim Kauf der Firma Zytoservice) und galt als Nachwuchshoffnung.
„Mit Hendrik Röhricht gewinnen wir einen ausgewiesenen Private-Equity-Spezialisten zur weiteren Verstärkung der in Deutschland erstklassig positionierten Corporate-Praxis“, kommentierte Prof. Dr. Gerhard Schmidt, Managing-Partner der deutschen Büros von Weil.
Für die US-Kanzlei ist der Wechsel Röhrichts ein wichtiger Schritt beim Ausbau der jüngeren Partnerriege. Der vielseitige Berater Schmidt prägt nach wie vor die Außenwirkung der Praxis, obwohl sich die Generation unter ihm bereits eigenständig einen guten Ruf im Markt erarbeitet hat. Dazu zählt vor allem Dr. Christian Tappeiner.
Mit der erneuten Erweiterung ihrer mitteleuropäischen Praxis bestätigt Weil zudem ihre Strategie, sich auf wenige Standorte auf dem Kontinent zu fokussieren. Im Dezember hatte die Kanzlei das Prager Büro geschlossen, Anfang 2018 bereits den Standort in Budapest.