Der DAV zieht nach

Die Deutsche Anwaltauskunft

Autor/en
  • JUVE

Nachdem andere Suchdienste gegen erheblichen Widerstand neue Wege der Akquisition und des Mandantenservice eröffnet haben, erkennt auch der Deutsche Anwalt Verein das Potential dieser Dienstleistung für seine Mitglieder und Mandanten. Mit einem kostenlosen eigenen Suchdienst bietet man in einem wachsenden Markt nun der kommerziellen Konkurrenz Paroli.

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„Das Problem der Anwaltsuche ist ein gesellschaftliches und rechtspolitisches Problem“, hat DAV-Präsident Dr. Michael Streck angesichts des nach wie vor von Intransparenz geprägten anwaltlichen Leistungsangebots erkannt.

Abhilfe soll nun die neue Initiative des DAV schaffen, Rechtssuchenden im Sinne des Verbraucherschutzes von wirklich kompetenter Seite kostenlose Hilfe anzubieten. Anrufer erhalten nach inzwischen erprobtem Muster bis zu drei Anwälte genannt, die aus der eigenen Datenbank mit über 50.000 DAV-Mitgliedern ausgesucht werden – das ist die Hälfte aller zugelassenen Anwälte und ein weitaus größerer Pool als bei irgendeinem anderen Anbieter im Markt. Die Auswahl erfolgt durch eine Kombination von Suchdaten wie Rechtsgebiet, Standort, 170 verschiedenen Tätigkeitsschwerpunkten oder benötigten Sprachkenntnissen.

Mandanten wie beteiligten Anwälte dürften von der Anwaltauskunft profitieren, denn in einem engeren Markt und einer immer komplexeren Gesetzeslage wird Spezialisierungen zunehmende Bedeutung beigemessen. Zu bedauern dürften nur die Telefonbearbeiter der neuen Auskunft sein, die Ratsuchenden zunächst begriffliche Feinheiten des Werberechts wie Fachanwaltsqualifikation, Tätigkeitsschwerpunkt und Interessengebiet erläutern dürfen.

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