Frauenanteil in Kanzleien

Fortschritte bei Einsteigern, Stagnation insgesamt

Im vergangenen Jahr waren laut einer azur-Erhebung 41,2 Prozent der neu eingestellten Associates weiblich. 2016 markiert damit eine Trendwende: Dass die Zahl der Neueinstellungen insgesamt leicht rückläufig war, ging erstmals ausschließlich zu Lasten der Männer. In den Bestandsmannschaften ist der Frauenanteil allerdings seit Jahren praktisch unverändert.

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Im vergangenen Jahr waren laut einer azur-Erhebung 41,2 Prozent der neu eingestellten Associates weiblich. 2016 markiert damit eine Trendwende: Dass die Zahl der Neueinstellungen insgesamt leicht rückläufig war, ging erstmals ausschließlich zu Lasten der Männer. In den Bestandsmannschaften ist der Frauenanteil allerdings seit Jahren praktisch unverändert.

Auf Associateebene beschäftigten die von azur analysierten 78 Kanzleien – darunter 65 der 100 umsatzstärksten Einheiten im Geschäftsjahr 2015/16 – zuletzt genau 41 Prozent Frauen. Erstmals seit mehreren Jahren erreichten die Sozietäten diesen Prozentsatz auch wieder bei den Neueinstellungen. In den Jahren 2013 bis 2015 hatten die Kanzleien anteilig stets weniger weibliche Berufseinsteiger engagiert als es Anwältinnen auf Associate-Level gab.

Vergleich Frauenanteil

2016 markiert damit eine Trendwende: Dass die Zahl der Neueinstellungen insgesamt leicht rückläufig war, ging erstmals ausschließlich zu Lasten der Männer. Die absolute Zahl der weiblichen Berufsanfänger in den hier untersuchten Kanzleien stieg sogar leicht von 564 auf 579. Die Zahl der männlichen sank dagegen von 896 auf 826. In der Vergangenheit hatten die Kanzleien stets deutlich weniger Frauen eingestellt, wenn sie insgesamt weniger Berufseinsteiger an Bord nahmen.

Für den Frauenanteil in den Bestandsmannschaften bringt die jüngste Entwicklung bei den Neueinstellungen allerdings keine Veränderungen. Bei den Associates liegt dieser seit Jahren praktisch unverändert bei rund 41 Prozent und sinkt mit jedem Karriereschritt massiv. Auf Salary-Partner-Level sind derzeit 25,7 Prozent Frauen, auf Vollpartnerebene nur 9,7 Prozent. Diese Zahlen sind seit rund fünf Jahren nahezu unverändert.

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