Neben Corporate gehörten im Jahr davor Arbeitsrecht und Konfliktlösung zu den drei Rechtsgebieten mit den meisten Ernennungen. In diesem Jahr schoben sich das Steuerrecht mit 41 sowie das Immobilien- und Baurecht mit 40 Ernennungen knapp an den beiden vorbei auf die Podestplätze. Der letzte Schritt zum Partner hängt eben oft am eigenen Business Case, und der lässt sich in einem boomenden Markt, wie es bei den Immobilien in den letzten Jahren der Fall war, überzeugender darlegen.
Rechtsentwicklung als Treiber
Unter den 32 Ernennungen im Bank- und Finanzrecht bilden Berater für Kredite und Akquisitionsfinanzierung gemeinsam mit den seit Jahren stark gefragten Aufsichtsrechtlern die größten Untergruppen. Mit Börseneinführungen und Kapitalerhöhungen fiel es zuletzt dagegen schwer, sich aus Deutschland in einem internationalen Partnergremium bemerkbar zu machen.
Neben den Marktentwicklungen beeinflussen auch unterschiedlich starke Rechtsentwicklungen die ansonsten weitgehend konstante Partnerpolitik der Kanzleien. So kommt das Rechtsgebiet Technologie und Medien auf die beachtliche Zahl von 20 Ernennungen. Zwei Jahre DSGVO mit erheblichem Beratungsbedarf könnte einer der Gründe dafür sein. In der ebenfalls starken Gruppe Regulierte Industrien trieb maßgeblich die Energiebranche das Geschäft: Mit 9 von 14 Ernennungen bilden die Energierechtler die größte Gruppe im Bereich Regulierte Industrien.
Die ausführliche Analyse der Partner- und Counsel-Ernennungen 2020 findet sich in der aktuellen Ausgabe 1/2021 des JUVE Rechtsmarkt.