Die Preisverleihung fand am Freitagabend auf einer Galaveranstaltung vor etwa 100 geladenen Gästen im Hotel de Rome in Berlin statt. Neben den drei journalistischen Beiträgen wurden bei der Verleihung auch drei wissenschaftliche Arbeiten prämiert. Insgesamt kamen für die beiden ausgeschriebenen Wettbewerbe des Gravenbrucher Kreises 40 Arbeiten von Journalisten und sechs Dissertationen in die engere Wahl der Jury.
„Es gab in den vergangenen zwei Jahren viele spannende Insolvenzthemen“, sagte der Düsseldorfer Rechtsanwalt Dr. Frank Kebekus, der seit 2007 Sprecher des Gravenbrucher Kreises ist und als solcher die Jury-Sitzungen moderierte. „Ob erste Erfahrungen mit der reformierten Insolvenzordnung oder öffentlichkeitswirksame Insolvenzen wie Praktiker, Prokon oder Loewe. Viele Journalisten haben sich in den vergangenen Jahren intensiv in diesen Themenkomplex eingearbeitet, entsprechend hoch ist die Qualität der Berichterstattung.“
Den ersten Preis im Journalistenwettbewerb gewann Wolfram Schrag vom Deutschlandfunk mit seiner Hörfunk-Reportage ‚Zwischen Retter und Restpostenverkäufer – Die Rolle des Insolvenzverwalters‘. Der dritte Platz ging an Henning Hinze, Timo Pache und Thomas Steinmann vom Wirtschaftsmagazin ‚Capital‘. Sie wurden für ihren Artikel ‚Das Leichenbauhaus‘ ausgezeichnet.
Der Journalisten- und Wissenschaftspreis des Gravenbrucher Kreises wurde in diesem Jahr zum vierten Mal verliehen und findet alle zwei Jahre statt. Im Gravenbrucher Kreis sind seit mehr als 20 Jahren Vertreter der großen, überregional tätigen Insolvenzkanzleien Deutschlands zusammengeschlossen.